Pressemitteilung:

25. März 2019
Gastkommentar im Hanauer Anzeiger

Um jeden Arbeitsplatz kämpfen

Wieder ein Schock für Hanau und die Region: Der Reifenhersteller Goodyear Dunlop will in Fulda und Hanau insgesamt über 1.000 Stellen abbauen. Viele Menschen arbeiten dort seit Jahrzehnten und noch mehr Menschen in unserer Region fahren mit Reifen, die dort hergestellt werden. Für jeden, der stolz und fleißig seit Jahrzehnten für das Unternehmen schuftet, ist es ein Schock, dass er nun um seinen Arbeitsplatz fürchten muss. Deshalb muss alles unternommen werden, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Alle gesellschaftlichen Kräfte, von Gewerkschaften bis zu den lokalen Politikern sollten hier parteiübergreifend an einem Strang ziehen. Meine Unterstützung ist dabei selbstverständlich. Und Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist ja auch ein erfahrener und besonnener Krisenmanager in diesen Fragen. Besonders unverständlich ist, dass Goodyear Dunlop auch an anderen Standorten bereits seit einigen Jahren Stellen abbaut, obwohl das Unternehmen in den letzten Jahren insgesamt kräftige Gewinne gemacht hat. Allerdings ist Goodyear Dunlop nicht das einzige Unternehmen, das weltweit große Profite einfährt und trotzdem Arbeitsplätze abbaut. Das liegt auch daran, dass in Zeiten der Globalisierung sich die großen Konzerne immer häufiger die Standorte danach aussuchen, wo sie die wenigsten Kosten für Steuern, Energie und Löhnen aufbringen müssen. Die Arbeitnehmer bleiben dabei auf der Strecke. Die Politik muss hier vor allem auf europäischer und internationaler Ebene mutige Lösungen finden, um dem endlich einen Riegel vorzuschieben. Hoffnung in Hanau gibt sicherlich das Bekenntnis von Goodyear Dunlop langfristig in den Standort zu investieren. Allerdings darf das nicht mit einem massenhaften Stellenabbau einhergehen. Jeder Arbeitsplatz zählt!

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