Pressemitteilung:

08. April 2019
Gastkommentar im Hanauer Anzeiger

Keine Klüngelei

In der vergangenen Sitzungswoche ist das Netzausbaubeschleunigungsgesetz beschlossen worden. Es ist richtig, dass wir eine schnellere Verwirklichung der Stromtrassen insbesondere von Nord nach Süd in Deutschland brauchen, um die Energiewende erfolgreich zu schaffen. Dabei sollten die Trassenführungen aber nach fachlichen und nicht nach politischen Gesichtspunkten entschieden werden. Die Fachplaner hatten unter anderem eine Wechselstrom-Hochspannungsleitung vorgesehen, die unter der Bezeichnung P43 aus Gründen der Netzeffizienz ursprünglich zu Recht von Mecklar nach Grafenrheinfeld in Bayern führen soll (nicht zu verwechseln mit der Gleichstromtrasse „Suedlink“). Auf Intervention des damaligen bayrischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer wurde dann im Jahr 2015 zusätzlich eine Variante P43 mod ins Spiel gebracht, deren einziger Zweck es ist, diese Trasse fachlich unsinnigerweise durch Hessen anstelle durch Bayern bauen zu lassen. Bereits seit vier Jahren kämpfe ich in Berlin in unzähligen Gesprächen mit den jeweiligen Verantwortlichen im Bundeswirtschaftsministerium und in Hessen gemeinsam mit Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und unserer Kreisbeigeordneten Susanne Simmler dafür, diese Variante zu verhindern. Denn diese Trasse würde mitten durch den Main-Kinzig-Kreis laufen und unter anderem neue Baugebiete verhindern. Entscheiden muss nun zunächst CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Deshalb freue ich mich sehr, dass meine Kollegin Katja Leikert auf meine Bitte hin dieses gemeinsame hessische Anliegen gegenüber ihrem Parteifreund Altmaier nun auch unterstützt. Ich hoffe, dass alle hessischen Abgeordneten parteiübergreifend an einem Strang ziehen, so dass sich am Ende die Fachargumente gegen bayrische Klüngelei durchsetzen

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