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21. Oktober 2019
Gastkommentar im Hanauer Anzeiger vom 21.10.2019

Frischer Wind

Die SPD wählt eine neue Parteispitze. Während in den vergangenen Jahren das Spitzenpersonal in Hinterzimmern im Vorfeld der Parteitage ausgeklüngelt wurde, findet nun ein transparentes Verfahren statt. Auf 23 Regionalkonferenzen haben sich verschiedene Kandidatenpaare vorgestellt und konnten von den Mitgliedern befragt werden. Wer nicht persönlich bei einer der Veranstaltungen dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit sich im Fernsehen oder im livestream zu informieren. Am Ende entscheidet jedes Mitglied mit seiner Stimme, wen die Delegierten auf dem Bundesparteitag im Dezember für den Parteivorsitz wählen. Dabei wird es erstmals eine Doppelspitze geben. Ich war von Anfang an ein Befürworter eines Duos für die Parteiführung und freue mich, dass wir künftig mit einer Frau und einem Mann an der Spitze breiter aufgestellt sein werden. Bei der Vielzahl von politischen Themen und Terminen macht eine Arbeitsteilung absolut Sinn. Wer am Ende gewählt wird, ist noch völlig offen. Auch das macht den Prozess so spannend. Wir erleben zur Zeit innerparteiliche Demokratie in der besten Form. Der Partei tut es gut endlich neue Wege zu gehen. Die SPD braucht frischen Wind. Deshalb habe ich mich bei meiner Wahl auch für Christina Kampmann und Michael Roth entschieden. Ich kenne Christina als kompetente und äußerst sympathische Kollegin noch sehr gut aus ihrer Zeit in der SPD-Bundestagsfraktion. Michael ist nicht nur ein leidenschaftlicher Europäer, sondern auch ein brillanter Redner. Auch die anderen Kandidatenpaare haben sicherlich ihre Qualitäten, aber Kampmann und Roth sind für mich das einzige Duo, das wirklich Frische und Aufbruch ausstrahlt. Und genau das ist es, was die SPD meiner Meinung nach braucht, wenn sie wieder bei der Bevölkerung ankommen und Wahlen gewinnen will.

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