Januar 2018

Brief:

17. Januar 2018

Antwort auf den offenen Brief der Jusos zum Thema „Regierungsbildung - Große Koalition“

Liebe Jusos,

danke für euren engagierten offenen Brief an mich, Bettina und die Bundesparteitagsdelegierten unseres Unterbezirks. Da ihr die Form des offenen Briefes gewählt und diesen auch im Internet veröffentlicht habt, werde ich auch in offener Form ebenso antworten. Vorneweg finde ich es klasse, dass ihr euch so sehr in die laufende Diskussion um eine mögliche Regierungsbeteiligung einbringt und die Debatte um viele Argumente lebhaft bereichert.

Emotional geht es mir nicht anders als euch. Ich wollte auch keine neuerliche Große Koalition und finde es nach wie vor richtig, dass wir am Wahlabend nicht in eine GroKo gehen wollten. Niemand wollte eine GroKo. Weder der Parteivorstand noch die Bundestagsfraktion noch die Mitglieder an der Basis. Jeder, einschließlich aller Journalisten, hat nach der Wahl geglaubt, dass es eine Jamaika-Koalition geben würde. Nachdem die FDP die Jamaika-Verhandlungen aber überraschend platzen ließ, war jedoch eine neue Situation entstanden. Diese hat keiner gewollt, am wenigsten wir Sozialdemokraten, aber es war dann richtig und wichtig der dringlichen Aufforderung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nachzukommen und mit der Union zu reden.

Ihr fordert mich auf, am Sonntag beim Bundesparteitag gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union zu stimmen. Da ich kein Delegierter bin

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