Meldung:

22. März 2017

Eine Frage von Stil und Respekt

Dr. Sascha Raabe stellt sich Fragen von Schülern des LOG Bruchköbel.
+Von der diplomatischen Krise mit der Türkei bis zur Arbeit eines Bundestagsabgeordneten: Dr. Sascha Raabe stellte sich am LOG Bruchköbel den Fragen der Schüler.

Über seine Arbeit als Abgeordneter und die Krise mit der Türkei: Dr. Sascha Raabe stellt sich Fragen von Schülern des LOG Bruchköbel.
Eine lebhafte Diskussion führte der Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe auf Einladung von Lehrer Stephan Deveaux mit Schülerinnen und Schülern des Lichtenberg-Oberstufengymnasiums (LOG) Bruchköbel zu aktuellen Fragen der Politik. Auf großes Interesse stieß die diplomatische Krise mit der Türkei, die auch auf Schülerseite unterschiedlich gesehen wurde. Sascha Raabe wies darauf hin, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland ein hohes Gut sei und er als Bundestagsabgeordneter deshalb generell dafür sei, dass ausländische Politiker bei uns auf Veranstaltungen reden dürfen so lange sie sich an unser Recht und Gesetz halten. "Persönlich finde ich es jedoch einen schlechten Stil und einen Mangel an Respekt dem Gastland gegenüber, wenn ausländische Politiker in Deutschland Wahlkampf machen. Ich würde mich jedenfalls schämen, wenn Deutsche, die beispielsweise in Spanien leben, mit wehenden Deutschlandflaggen in spanischen Städten zu Kundgebungen deutscher Politiker gehen würden." Raabe vertrat die Auffassung, dass es mit einem Präsidenten Erdogan, der die Werte Europas mit den Füßen trete, keinen Sinn mache, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei fortzusetzen. Gleichzeitig betonte Raabe, dass die berechtigte Kritik an dem türkischen Präsidenten Erdogan nicht das gute Verhältnis zwischen Deutschen und Türken hierzulande beeinträchtigen dürfe: "Deutsche und Türken leben seit Jahrzehnten in guter Freundschaft zusammen und das soll so bleiben!" Er appellierte an die rund 60 Schülerinnen und Schüler der Politik-Leistungskurse miteinander im freundschaftlichen Gespräch zu bleiben und sich gemeinsam gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit zu stellen.
Das rege Interesse an seiner Arbeit und vielen weiteren politischen Themen von der Flüchtlingspolitik bis zum Umgang mit der AfD beeindruckte den Bundestagsabgeordneten: "Mir ist es um unsere Demokratie nicht bange, wenn ich sehe, wie gut informiert und engagiert sich die Schülerinnen und Schüler mit politischen Themen auseinandersetzen."



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