Pressemitteilung:

11. Mai 2017

Förderung vom ersten Tag an wichtig!

Sommer-Arbeitslosigkeit und Förderung ab dem ersten Tag: Sascha Raabe informiert sich bei Arbeitsagentur-Chefin Heike Hengster
+Gute Zahlen im Blick, zwei Wünsche im Visier: Hanaus Arbeitsagentur-Chefin Heike Hengster und SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe

Noch nie gab es in einem April so wenige Arbeitslose, noch nie gab es so viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Im Main-Kinzig-Kreis haben 131.679 Menschen einen Job – 4.500 mehr als noch vor einem Jahr. „Diesen historischen Höchststand haben wir einem gesunden Wachstum quer durch alle Bereiche zu verdanken. Vor allem im Bereich der Logistik steigt die Zahl der Stellen“, erklärte Heike Hengster, Chefin der Agentur für Arbeit Hanau, dem Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe bei einem Arbeitsmarktgespräch.
Bei allen positiven Trends sieht Raabe zwei Punkte kritisch: die Sommer-Arbeitslosigkeit der Lehrer und die Förderung von Flüchtlingen. „Es ist ein unmögliches Verhalten, wenn das Land Hessen angestellte Lehrer jedes Jahr kurz vor den Sommerschulferien für sechs Wochen auf Kosten der Beitragszahler zur Arbeitsagentur schickt, um Geld zu sparen. Wenn das Land mit so einem schlechten Beispiel vorangeht, wie wollen wir als Politiker da von Unternehmen verantwortungsvolles Handeln einfordern?“, sagte Raabe. Während der Sommerferien 2016 waren im Main-Kinzig-Kreis annähernd 70 Lehrer arbeitslos gemeldet. Die Zahl sank mit Schuljahresbeginn sofort auf knapp über 20.
Hengster und Raabe waren sich einig, dass unabhängig vom Status jeder Flüchtling vom ersten Tag an ein Angebot für Deutschunterricht erhalten müsse, um die Integration durch Ausbildung schnellstmöglich in die Wege zu leiten. Auch bei einem optimalen Verlauf von Asylverfahren, Integrationskurs und Sprachförderung dauere es in der Regel 20 Monate, bis Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Reif für eine Ausbildung sind die meisten erst nach vier bis fünf Jahren, erklärte Hengster. „Eine frühzeitige Förderung von Flüchtlingen in Sprache und Beruf hilft in jedem Fall. Dürfen sie bleiben, sind sie schneller in den Arbeitsmarkt integriert. Wenn sie zurückkehren müssen, sind sie besser qualifiziert für den Aufbau in ihrer Heimat, was eine optimale Form der Entwicklungshilfe darstellt“, sagte Raabe, Experte für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der SPD-Bundestagsfraktion.



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