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19. Juli 2017

„Gut angelegtes Geld des Bundes“

Dr. Sascha Raabe besucht Tageszentrum der Alzheimer-Gesellschaft auf Burg Wonneken
+ 2. Vorsitzender Wolfgang Kittel, Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe, Kreis-Sozialdezernentin Susanne Simmler, Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Vorsitzender Hans Burckhardt (von links).

Nidderau. Es ist eine Idylle: Sie werfen sich Bälle zu und mit je-dem Wurf ein Wort - Vornamen, Obst- und Gemüsesorten. Spielen gegen das Vergessen. Dazwischen hat es sich Labrador Ben bequem gemacht, ein fünf Jahre alter Therapiehund. Hans Burckhardt, der Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft Main-Kinzig redet aber Klartext: „Unser Ziel ist es, das Leiden so weit es geht zu lindern, denn diese Krankheit vernichtet nicht nur den Betroffenen, sondern auch die pflegenden Angehörigen.“ Alzheimer, eine heimtückische, unheilbare Krankheit, von der in Deutschland bis 2050 über zwei Millionen Menschen betroffen sein werden – nicht nur alte, erklärt der Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft Main-Kinzig.

Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe zeigte sich nach einem Besuch des Tageszentrums auf Burg Wonneken in Begleitung von Kreis-Sozialdezernentin Susanne Simmler und Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß tief beeindruckt: „Das sind tolle Räume mit einer schönen Atmosphäre. Das hat hier nichts zu tun mit der üblichen Vorstellung von Pflegeheimen. Hier ist das Geld des Bundes gut angelegt.“

2003 eröffnete das Tageszentrum im Nidderauer Stadtteil Windecken, ermöglicht durch Fördermittel des Bundes, der über 40 Prozent der Investitionskosten von 288.000 Euro übernahm. 18 Tagesgäste aus dem südlichen Main-Kinzig-Kreis kommen fast täglich auf die Burg Wonneken, darunter sechs Menschen mit fortgeschrittener Demenz. Sie sind in der Pflege-Oase im Obergeschoss untergebracht, die 2013 eröffnet wurde und damals für die Betreuung von Dementen eine Premiere in Deutschland bedeutete.

Raabe lobte den würdevollen Umgang mit den Menschen, die getreu der Maxime der Alzheimer-Gesellschaft als Gäste, nicht als Patienten begrüßt werden. 24 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit seien Beleg für den hohen Pflegeaufwand und die große Zuwendung, sagte der SPD-Politiker, der von einem „tollen Vorsatz“ sprach, dass auf Burg Wonneken niemand abgewiesen werde, egal ob zusätzlich pflegebedürftig oder nicht. „Hier werden Familien entlastet“, stellte Sozialdezernentin Simmler fest, die den gemeinnützigen Verein als „kleines Unternehmen“ bezeichnete. Das gesamte System der Pflege stütze sich auf Angehörige. „Dass Burg Wonneken funktioniert, ist Menschen zu verdanken, die sich auch aus eigener Betroffenheit engagieren“, sagte Simmler. Ab einem Jahresbeitrag von 20 Euro kann man dem 120 Mitglieder zählenden Verein beitreten und damit dessen Arbeit unterstützen.
www.alzheimer-mkk.de



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