Pressemitteilung:

11. August 2017

„Ein Pfund, mit dem Rodenbach wuchern kann“

Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe informiert sich in der Gemeindebücherei
+Bücher und Computer, darüber hinaus ein Treffpunkt für Kultur und Kommunikation: Bürgermeister Klaus Schejna, Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe, Lisa Becker, Leiterin Ulrike Schilling und Rodenbachs SPD-Vize Jan Lukas (von links)

Rodenbach. Was 1950 auf Initiative von Pfarrer Schlott mit einem Schrank und 170 Büchern begann, ist heute eine Aushängeschild, das nicht nur ein Ort der Bildung, sondern zum kulturellen und kommunikativen Treffpunkt avanciert ist: die Gemeindebücherei Rodenbach. „Leere Köpfe sind schlimmer als leere Kassen“, sagt Bürgermeister Klaus Schejna, der seinen Amtsvorgänger und Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe sehr gerne über Arbeit und Neuerungen des Medien- und Informationszentrums informiert hat.
400.000 Euro im Jahr lässt sich die Gemeinde ihre Bücherei kosten. Den rund 50.000 Besuchern – rund ein Drittel der Kunden stammen aus den umliegenden Kommunen – stehen knapp 30.000 Medien zur Verfügung. Neben Büchern gehören auch Hörspiele, Musik, Filme, Zeitschriften und Gesellschaftsspiele zum Programm. Hinzu kommen über 90.000 digitale Bücher aus dem hessenweiten Onleihe-Verbund. Vier hauptamtliche Kräfte werden von 50 ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Zudem ist laut Bibliotheksleiterin Ulrike Schilling der aktuell 25 Mitglieder zählende Verein Freundeskreis Medientreff gegründet worden, der sich zusätzlich um die Förderung von Kunst und Kultur kümmert.
„Die Bücherei ist ein Pfund, mit dem Rodenbach wuchern kann. Dem Kraftakt, in finanziell sehr schwierigen Zeiten solch ein freiwilliges Angebot aufrecht zu erhalten, ist größter Respekt zu zollen“, sagte Raabe. Das große ehrenamtliche Engagement sie der beste Beleg für die Wichtigkeit und Wertigkeit der Bücherei.
Mit dem Umbau 2012 sind die Voraussetzungen geschaffen worden, dass mehr als reines Wissen vermittelt werden kann: Lesecafébereich, Kinderspielecke, eine kleine Veranstaltungsbühne, Schauplatz für Kunst, Vorlesewettbewerbe sowie Kinder- und Erwachsenenveranstaltungen bis hin zu Deutschkursen für Flüchtlinge. Und wie in allen öffentlichen Einrichtungen in Rodenbach gibt es per W-LAN kostenfreien Zugang zum Internet. „Die Gemeindebücherei ist auch ein kleiner Ersatz für ein fehlendes Café im Ortskern von Niederrodenbach“, erklärte Bürgermeister Schejna.

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