Pressemitteilung:

24. September 2017

Wahlkreis 180 nach bundesweiter Zweitstimmenprognose für SPD nicht direkt zu gewinnen

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe erklärt nach der Zweitstimmenprognose zur Bundestagswahl von 18.00 Uhr:
"Wie 2009 und 2013 ist bereits nach der Prognose des bundesweiten Zweitstimmenergebnisses um 18.00 Uhr klar, dass es für mich nicht möglich ist, den Wahlkreis 180 direkt zu gewinnen. Denn für die Wähler der beiden großen Volksparteien ist eine Bundestagswahl in erster Linie eine Parteien- und Kanzlerwahl. Wer also Frau Merkel als Kanzlerin möchte, macht in der Regel mit beiden Stimmen sein Kreuz bei der CDU. Auch wenn die SPD im Wahlkreis 180 bei den Zweitstimmen zur Bundestagswahl meist leicht besser als der Bundesdurchschnitt abschneidet, wird der Zweitstimmenvorsprung der CDU trotzdem so groß sein, dass es für mich als SPD-Direktkandidat nicht möglich sein wird, diesen Rückstand bei den Erststimmen aufzuholen. 2002 und 2005 konnte ich das Direktmandat direkt gewinnen, weil CDU und SPD bei den Zweitstimmen fast gleichauf lagen bzw. der Rückstand der SPD nur klein war. Seit 2009 liegt die SPD bei den Zweitstimmen jedoch so extrem weit zurück, dass ein Direktmandat weder für mich noch für irgendeinen anderen SPD-Kollegen bundesweit bei ähnlichem Zweitstimmenrückstand im jeweiligen Wahlkreis möglich ist. Deshalb kann ich bereits vor Auszählung der Erststimmen meiner Kollegin und Direktkandidatin der CDU, Frau Dr. Katja Leikert, ganz herzlich zum Gewinn des Direktmandates gratulieren. Ich freue mich, dass wir beide wieder in der nächsten Legislaturperiode die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger zum Wohle unseres Wahlkreises in Berlin vertreten können. Denn aufgrund meines sehr guten Landeslistenplatzes 3 werde ich zum fünften Mal hintereinander in den Deutschen Bundestag einziehen, worüber ich mich natürlich persönlich sehr freue. Ich möchte mich bereits schon jetzt bei allen Wählerinnen und Wählern für Ihr Vertrauen bedanken. Bei den vorangegangenen Wahlen lag mein Erststimmenergebnis deutlich über dem Zweitstimmenergebnis meiner Partei, und ich bin zuversichtlich auch diesmal wieder ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Das Zweitstimmenergebnis meiner Partei finde ich ungerecht und bitter, aber der Wählerwille ist natürlich zu respektieren. Das kann für uns nur bedeuten, dass wir in die Opposition gehen. Der Einzug der AfD mit ei-ner Vielzahl von rechtsextremen Kandidaten ist ein schlimmer Tag für unser Land. Einen Kommentar oder eine genaue Analyse zum bundesweiten Wahlergebnis werde ich jedoch erst später nach den gesicherten Hochrechnungen abgeben können."

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