Pressemitteilung:

22. Oktober 2018
Gegen Gier und Raubtierkapitalismus

Raabe und Degen unterstützen Protest gegen Stellenabbau bei Thermo Fisher in Langenselbold

„Stoppt die Gier!“ Ein tolles Zeichen von Solidarität, Geschlossenheit und Entschlossenheit haben IG Metall und Mitarbeiter(innen) von Thermo Fisher beim Bürger- und Familienfest an der Klosterberghalle Langenselbold gezeigt. „Es ist schlicht Raubtierkapitalismus, wenn ein Unternehmen, das von Rekordgewinn zu Rekordgewinn eilt, 101 verdiente Mitarbeiter(innen) und deren berufliche Zukunft ins Abseits stellen will. Das wollen wir gemeinsam verhindern!“, erklärte Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe unter großem Applaus der rund 200 Zuhörer.

Die nun vor der Entlassung stehenden Mitarbeiter hätten ihren Beitrag geleistet, dass es Thermo Fisher so blendend geht. Eine Umsiedlung nach Ungarn und Schottland allein aus Gründen des Lohndumpings und der Gewinnmaximierung habe überhaupt nichts mehr mit sozialer Verantwortung zu tun. „Das ist asozial! Die Menschen in diesem Konzern werden wie Spielbälle behandelt. Das Vertrauen auf Augenhöhe einer normalen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung fehlt völlig“, ergänzte Raabes Parteikollege und Landtagsabgeordneter Christoph Degen.

Viele Gäste trugen ein T-Shirt mit der Aufschrift „Stopp the Bullshit – Jobkiller Thermo Fisher“. Walter Heidenfelder, Betriebsratsvorsitzender von Thermo Fisher, dankte den anwesenden Politikern aller Parteien für die Unterstützung. Raabe hatte gemeinsam mit Degen schon im Mai das Gespräch mit Thermo-Fisher-Geschäftsführer Elmar Rübsam gesucht. Die Konzernspitze setze auf eine Verzögerungstaktik, so Heidenfelder. Die Beweggründe der Konzernführung in den USA seien eindeutig: Ein Mitarbeiter in Schottland koste das Unternehmen nur die Hälfte der Personalkosten in Deutschland, in Ungarn sogar nur ein Drittel. „Seit 36 Quartalen werden die Konzernziele um ein Vielfaches übertroffen – denen da oben quillt das Geld zu den Ohren heraus.“

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