Meldung:

29. April 2019
Gastkommentar im Hanauer Anzeiger

Märchenhaft

Hanau ist märchenhaft: Vor kurzem wurde das Mitmach-Museum „GrimmsMärchenReich“ im Schloss Philippsruhe eröffnet und bald beginnen die 35. Brüder Grimm Festspiele. Ich bin froh, dass ich dazu beitragen konnte, dass der Bund sich mit zwei Millionen Euro an der Neukonzeption des Schlosses Philippsruhe beteiligt hat und auch mit einem Bundeszuschuss für die Brüder Grimm Festspiele sieht es gut aus. Komplett erlebbar werden die Märchen der Brüder Grimm allerdings nur, wenn man auch an die Orte geht, die den Zauber der Märchen ausmachen. Die herausragende Burg unserer Region, die mit ihrer schönen Hügellandschaft jeden Besucher in die Zeit der Märchen zurückversetzt, ist die Ronneburg. Deshalb wurden hier auch die Märchen „König Drosselbart“ und „Die Gänsemagd“ neu verfilmt. Darum hatte ich mich gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Christoph Degen bereits im Mai 2017 gegen Pläne des Regierungspräsidiums und des Regionalverbandes gewehrt, diese Burg von Windkraftanlagen umzingeln zu lassen. Natürlich brauchen wir den Ausbau von Windkraft für den Klimaschutz, aber nicht neben der touristisch bedeutendsten Burg im Kreis, die von jährlich über 200.000 Menschen besucht wird. Ich freue mich sehr, dass die Windkraftflächen dort nun komplett gestrichen werden sollen. Oder um es als Märchen zu formulieren: Es waren einmal finstere Fürsten aus Darmstadt, die der Burg Ronneburg mit riesigen Windrädern den Zauber der Burg und das Märchenhafte der umgebenden Landschaft austreiben wollten. Auf die Ritter Raabe und Degen hörten die Fürsten nicht. Dann aber kam der gute Drache Rotmilan und hat die Burg und die schöne Landschaft gerettet. Und alle Menschen, ob groß oder klein, von nah oder fern, können auch in Zukunft Grimms Märchenwelt auf der Ronneburg erfahren und erleben.

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