Pressemitteilung:

28. November 2019

Acht Millionen Euro extra für bessere Integration und mehr „PlanBar“

Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe beschert IB gute Nachrichten
+SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe (Mitte) überbrachte den Diplom-Sozialpädagogen Peter Oppelt (links) und Andreas Glassen (rechts) die Nachricht, dass der Bund die Mittel für die Jugendmigration aufstockt

Hanau. Bundesweite Förderung der individuellen Begleitung junger zugewanderter Menschen, kurz Jugendmigrationsdienste, ganz kurz JMD: Hinter diesem Begriff steckt ein Programm, mit dem mehrere Organisationen annähernd 124.000 Flüchtlingen helfen, in diesem Land Fuß zu fassen. Eine davon ist der Internationale Bund (IB). Bei einem Informationsbesuch in der Dependance Hanau konnte der Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe (SPD) gute Nachrichten überbringen. Der Bund erhöht die Zuwendungen ab 2020 um 8 Millionen auf 60,2 Millionen Euro und erfüllt damit auf den Punkt eine Forderung der freien Träger, zu dem neben dem IB unter anderem auch das DRK und die AWO zählen.
„Es freut mich, dass die berechtigten Erwartungen der Träger dank der guten Haushaltslage des Bundes exakt erfüllt werden können. Der Internationale Bund hat sich über die Jahre einen sehr guten Ruf erarbeitet und leistet nicht nur mit den Jugendmigrationsdiensten eine wichtige Aufgabe, die im gesamtgesellschaftlichen Interesse ist“, sagte Raabe. Die Herausforderungen für die Mitarbeiter seien vielfältig. Bei der Integration von Flüchtlingen sei es mit dem Lernen der Sprache und dem Erwerb von Qualifikationen nicht getan. „Ziel muss es sein, dass junge Menschen Selbständigkeit erlangen und ihr eigenes Geld verdienen. Ohne den IB und die anderen Organisationen wäre das nicht möglich“, lobte der für den Wahlkreis Hanau zuständige SPD-Politiker.
Die zusätzlichen Mittel vom Bund werden auch dem JMD beim IB in Hanau helfen, die Personalsituation zu verbessern und die Gruppenarbeitsangebote auszubauen.

Die Diplom-Sozialpädagogen Peter Oppelt und Andreas Glassen vom Jugendmigrationsdienst erläuterten dem Bundestagsabgeordneten die vielfältigen Angebote, die der IB in Hanau unter dem Slogan „Menschsein stärken“ anbietet: Fast 700 Menschen nehmen pro Jahr an BAMF-Integrationskursen teil. 114 junge Männer und Frauen sind aktuell im JMD-Programm. Die Palette reicht vom AQA-Kids-Club (Betreuung von Müttern, deren Kinder an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen) über die Berufswegeplanung an der Ludwig-Geißler-Schule bis hin zum Betreuten Wohnen junger Flüchtlinge.

Dr. Raabe informierte sich auch über neue weitere Projekte und Vorhaben im Bereich der beruflichen Integration von jungen Menschen beim IB-Hanau. Die Pädagogen wollen ein neues Projekt auf die Gleise bringen: "PlanBar". Im Rahmen einer mobilen aufsuchenden Jugendarbeit geht es darum schwer erreichbare junge Menschen aus ihrer Isolation für Perspektiventwicklung und Anbindung an weitere Maßnahmen, z.B. des Jobcenters, zu holen, wie Oppelt es ausdrückte. Eine jugendgerechte Einrichtung, die mehr einer Bar als einem Büro gleichen soll, soll jungen Menschen, die auf Angebot der Agentur für Arbeit (AfA) nicht mehr reagieren, eine niedrigschwellige Kontakt- und Anlaufstelle bieten. „Das Projekt finde ich klasse. Jeder junge Mensch, der aus der Isolation geholt wird, der eine Aufgabe, einen Job findet, ist ein Gewinn für die Gesellschaft und entlastet ganz nebenbei auf Dauer die Sozialkassen“, lobt Raabe das Projekt „PlanBar“.



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