Pressemitteilung:

09. März 2021
Gemeinsame Pressmitteilung

SPD-Landes- und Bundesebene steht hinter den Beschäftigten von R+S Stanzformen

Niederdorfelden. Seit längerem ist nun unter den 80 Beschäftigten der R+S Stanzformen GmbH bekannt, dass die Geschäftsleitung des Unternehmens, eine selbstständige Tochter der Mayr-Melnhof Gruppe mit Sitz in Wien, den Standort Niederdorfelden aus finanziellen Defiziten zum 31.März schließen will. Grund dafür so heißt es aus Betriebsratskreisen, wäre eine seit 2018 angeführte Strategieänderung der Mayr-Melnhof Konzernleitung, die R+S Stanzformen nicht mehr als ihr interner Zulieferer ansieht, sondern als gewinnorientiertes Profitunternehmen.

Gegenwind zu dem geplanten Vorhaben kommt von Landes- und Bundesseite.
Nancy Faeser, Fraktionsvorsitzende der SPD im Hessischen Landtag, SPD-Landtagsabgeordneter Christoph Degen und SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe sprachen gemeinsam mit dem Betriebsrat über einen Restrukturierungsprozess mit Beteiligung der Beschäftigten, um den Standort langfristig markt- und wettbewerbsfähig neu aufzustellen. „Schließlich geht es hier um 80 Familien, die durch Missmanagement der Konzernspitze um ihre Existenz bangen und ihnen ausschließlich Pläne zu Abwicklungsszenarien vorgelegt werden“, so Faeser.
SPD-Landtagsabgeordneter Christoph Degen, kritisierte das Vorhaben und sprach von einem schlechten Umgang mit den Mitarbeitern, die seit vielen Jahren ihr Herzblut in das Wohlergehen, ihres Betriebes gesteckt haben und jetzt, wie Schachfiguren auf einem Spielbrett verschoben werden.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe (SPD) forderte die guten Vorschläge der Betriebsräte zur Zukunft des Standorts ernst zu nehmen: „Der Betriebsrat hat gemeinsam mit den Beschäftigten gute Lösungen zur Sicherung des Standorts und der Arbeitsplätze gegebenenfalls auch mit einem neuen Investor entwickelt. Ich erwarte, dass die Geschäftsleitung diese Vorschläge ernsthaft prüft und den Betriebsrat voll unterstützt“, so Raabe.

Niederdorfeldens Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) hofft auf positive Gespräche aller Beteiligten und fügt hinzu, dass es noch nicht zu spät wäre, eine machbare Lösung zwischen den 80 Beschäftigten und der Konzernspitze für die Fortführung von R+S Stanzformen zu finden.


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