Pressemitteilung:

25. Oktober 2021
Abschied

Es war mir eine Freude und Ehre

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe blickt mit Dankbarkeit auf 19 Jahre Bundestag zurück

Mit der Konstituierung des 20. Deutschen Bundestages endet die Mandatszeit des seit 2002 für den Wahlkreis Hanau zuständigen SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe. Bereits im Sommer 2018 hatte Raabe aus persönlichen Gründen angekündigt mit Ende dieser Legislaturperiode aufzuhören. Für Sascha Raabe, der vor seiner Bundestagszeit sechs Jahre Bürgermeister in Rodenbach war, endet eine 25-jährige hauptamtliche politische Laufbahn.

Im Bundestag engagierte sich Raabe besonders im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und war zehn Jahre lang entwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Raabe erklärt zu seinem Abschied:

„Es war mir eine Freude und Ehre erst sechs Jahre als Bürgermeister und dann 19 Jahre als Bundestagsabgeordneter den Menschen bei Ihren großen und kleinen Problemen zu helfen und unsere Region in Berlin vertreten zu dürfen.

Ich bin sehr dankbar, dass die Wählerinnen und Wähler meine Arbeit im Wahlkreis und in Berlin immer mit herausragenden Erststimmenergebnissen honoriert haben, die im Schnitt jeweils mehr als acht Prozent über den Zweitstimmenergebnissen meiner Partei lagen.

Ein großer Dank an meine Partei, meine KollegInnen und mein weltbestes Büroteam für die großartige Unterstützung und Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank geht an meine Frau, deren Liebe und Rat mir die notwendige Kraft für meine Arbeit gegeben haben.

Ich freue mich sehr, dass mit Lennard Oehl ein junger Nachfolger in den Bundestag gewählt wurde und die SPD mit Olaf Scholz nach sechzehn Jahren wieder den Bundeskanzler stellen wird. Schöner hätte mein Abschied nicht sein können!

Am Ende stellt sich die Frage, was bleibt. Es ist nach 19 Jahren unmöglich eine vollständige Bilanz zu ziehen. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich konkret Unternehmen, Kommunen und Bürgern helfen und im Teamwork gemeinsam Arbeitsplätze sichern konnte.

In meinem Fachbereich der Entwicklungspolitik bin ich glücklich und stolz, dass ich wesentlich dazu beitragen konnte, den Entwicklungsetat von 2002 bis heute von 3,7 Mrd. Euro auf 12,4 Mrd. Euro nahezu zu vervierfachen. Seit 2020 haben wir endlich das vor 50 Jahren von den Vereinten Nationen vereinbarte Ziel zur Entwicklungsfinanzierung (0,7-Prozent ODA-Quote) erreicht. Ebenso stolz bin ich, dass ich entscheidend mithelfen konnte, die EU-Konfliktmineralienverordnung und das Lieferkettengesetz durchzusetzen.

Die langjährigen Hauptstadtkorrespondenten Peter Dausend (Die Zeit) und Horand Knaup (Der Spiegel) haben in einem Buch verschiedene Abgeordnete aller Parteien porträtiert („Alleiner kannst du gar nicht sein“, dtv Verlagsgesellschaft). Sie haben mein entwicklungspolitisches Engagement wie folgt kommentiert: „Raabe hat die Welt vielleicht nicht erorbert. Aber er hat sie ein Stück besser gemacht.“
Wenn mir das tatsächlich ein kleines bisschen gelungen sein sollte, hat sich alles gelohnt. Und man muss nicht im Bundestag sein, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Ich durfte viele bewundernswerte Menschen kennenlernen, die sich ehrenamtlich für Menschen in Not engagieren - in Deutschland und weltweit.

In diesem Sinne schließe ich mit einem afrikanischen Sprichwort:
„Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“

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