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28. Juni 2012

PP-Programm: US-Schülerin Sydney Ramirez zu Gast in der Region Hanau

Studentin aus dem US-Bundesstaat New Hampshire auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe (Rodenbach) bei einer Gastfamilie in Nidderau-Heldenbergen und besucht die elfte Jahrgangsstufe des Lichtenberg-Oberstufengymnasiums Bruchköbel. Die 18-Jährige ist eine von 240 Schülern aus den USA, die im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms (PPP) des Deutschen Bundestags zehn Monate lang Leben, Schulalltag und Politik in Deutschland kennen lernen. Mitte Juni besuchte sie den Bundestag, Anfang Juli geht es zurück in die USA.
„Es war eine sehr schöne Zeit, und ich werde meine Gastfamilie, die Michelsens, total vermissen“, sagte Sydney Ramirez bei einem Treffen mit Raabe in dessen Wahlkreisbüro am Hanauer Freiheitsplatz. Dessen politische Arbeit unter anderem als Sprecher der Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der SPD-Bundestagsfraktion hat sie sehr beeindruckt. Schließlich will Sydney auch einmal im Bereich der Entwicklungshilfe arbeiten. Zunächst steht das Studium am Smith College in Northampton/Massachusetts an, voraussichtlich mit den Schwerpunkten Politik oder Jura. Und bei der nächsten Kampagne von US-Präsident Barack Obama will sie sich wieder engagieren, mit potenziellen Wählern telefonieren, auf Veranstaltungen hinweisen, von Tür zu Tür ziehen – für Sascha Raabe „eine gute Wahl“.
„Zuvor hatte ich nedd so viel gelernd“, sagt sie mit Hanauer Zungenschlag. Sydney Ramirez spricht ein sehr gutes, flüssiges Deutsch, obwohl sie die Sprache erst vor zwei Jahren in der Schule begonnen hat. Apropos Schule: „In Deutschland gibt es sehr wenige Hausaufgaben, dafür sind die Klassenarbeiten viel schwieriger“, vergleicht sie die Schulsysteme. Powi finde sie „klasse“, in Mathe verstehe sie dagegen nichts, weil die Anforderungen wie auch in den Naturwissenschaften viel höher seien. Die deutschen Jugendlichen würden die Schule viel ernster nehmen, dafür gebe es in den USA viel mehr Aktivitäten abseits des normalen Unterrichts. „Man hat bessere Chancen, andere Schüler außerhalb der Klasse kennenzulernen, in Deutschland muss man sich für die Freizeitaktivitäten selbst organisieren“, sagt Sydney Ramirez, die sich den Pfadfindern in Windecken angeschlossen hat. Auch würden die Schüler hier zu Lande viel mehr Freiheiten genießen, öfter Partys feiern.
Sydney Ramirez zeigte sich wissbegierig über das politische System in Deutschland und über die Arbeit von Raabe, der von parlamentarischen Wochen in Berlin, seinen Auslandsreisen als entwicklungspolitischer Sprecher und seine vielen „Heimatterminen“ in den sitzungsfreien Wochen und an den Wochenenden im Wahlkreis Hanau berichtete. "Ich freue mich sehr, dass Frau Ramirez mit so vielen guten Eindrücken in die USA zurückkehrt und hier Freundschaften fürs Leben geschlossen hat. Das ist genau das, was wir mit dem Austauschprogramm bezwecken wollen," zieht Raabe als Fazit.


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