Pressemitteilung:

13. April 2012
Krankenhausfinanzierung

Krankenhäuser im Kreis schlagen Alarm

Raabe unterstützt Forderung: „Finanzierung sicherstellen“

Die Krankenhäuser im Main-Kinzig-Kreis schlagen wegen immer bedrohlicher werdenden Finanzlücken Alarm. Mehrere Kliniken, darunter das Hanauer St. Vinzenz-Krankenhaus und die Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen, haben sich jetzt mit der Bitte um Unterstützung an den SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe gewandt. Raabe: „An immer mehr Kliniken ist die Lage zunehmend dramatisch. Das geht klar zu Lasten des Personals und der Patienten. Die Bundesregierung muss dringend handeln und die Finanzierung sicherstellen.“

In ihrem Brief an Raabe warnen die Krankenhausbetreiber vor den Folgen fortgesetzter Etatkürzungen bei gleichzeitig steigenden Kosten. Die derzeitige Entwicklung könne durch eigene Einsparmaßnahmen nicht mehr ausgeglichen werden, ohne dass die Qualität der Versorgung gefährdet würde. Als besonders verheerend erweist sich dabei für die Häuser, dass ihr Vergütungsausgleich durch die gesetzliche Deckelung des sogenannten Basisfallwertes begrenzt ist. Trotz ansteigender Kosten für Personal und Energie bleiben damit die Erlöszuwächse minimal. So beklagt etwa das St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau allein bei den Personalkosten für die 520 Mitarbeiter inzwischen eine Deckungslücke in Höhe von 470.000 Euro. Geschäftsführer Sammet wörtlich: „Die Krankenhäuser haben durch die Gesundheitspolitik der Koalition bislang nur Belastungen erfahren“.
Eine Kritik, die Sascha Raabe teilt: „Durch die Politik von schwarz-gelb steht den Kliniken das Wasser bis zum Hals. Wenn nicht bald etwas passiert, werden viele von ihnen selbst zum Intensivpatienten.“ Raabe fordert eine grundlegende Änderung der Krankenhausfinanzierung, die zu einer dauerhaften spürbaren Einnahmeverbesserung führt. In einem ersten Schritt sollten hierfür auch die derzeitigen Überschüsse bei den Krankenkassen genutzt werden. „Wer wie Finanzminister Schäuble jetzt vorschnell überlegt, wie er mit den Milliardenüberschüssen der Krankenkassen den Haushalt sanieren kann, der sollte sich vorher dringend die Zustände an den Kliniken und in der Pflege anschauen. Personal fehlt an allen Ecken und Enden. Wir dürfen nicht immer mehr Arbeit auf den Rücken von immer weniger werdenden Kranken- und Altenpflegern verteilen. Deshalb muss es uns als Gesellschaft wert sein, hierfür endlich ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit mehr und besser bezahltes Personal eingestellt werden kann. Schließlich kann jeder von uns krank oder pflegebedürftig werden.“


Sitemap