Pressemitteilung:

21. Januar 2012
Bahnhof Gelnhausen

Bahnhof Gelnhausen zur „Chefsache“ gemacht

Raabe trifft Bahnchef Grube in Berlin
+v.l.n.r.: Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Bahn für Hessen, Dr. Sascha Raabe, Bahnchef Dr. Rüdiger Grube

In die dringend notwendige Sanierung des Gelnhäuser Bahnhofs könnte endlich Bewegung kommen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis Dr. Sascha Raabe hat sich dieser Tage in Berlin mit Bahnchef Rüdiger Grube getroffen. In dem Gespräch ging es neben den Großprojekten Nordmainische S-Bahn und Kinzigtalbahn auch um die Sanierung und den behinderten-gerechten Ausbau des Bahnhofs Gelnhausen. Erfreuliches Ergebnis des Gesprächs: Grube hat zugesichert, das Vorhaben in Gelnhausen zur „Chefsache“ zu machen.

Raabe: „Der Bahnvorsitzende steht bei mir im Wort. Er hat mir versichert, dass er sich der Sache persönlich annehmen wird. Das ist eine gute Nachricht für Gelnhausen.“

Schon lange wird von Bürgern und Politik der Zustand des Gelnhäuser Bahnhofs beklagt. Seit Jahren fordert Raabe von der Bahn Abhilfe. Die wiederum hatte sich bislang immer darauf berufen, dass sie mit der Bahnhofssanierung erst beginnen könne, wenn auch das dritte Gleis zwischen Hailer und Gelnhausen gebaut werde. Das aber kann dauern, denn im neuen Investitionsrahmenplan des Bundes wird das Projekt nur noch unter den „weiteren Vorhaben“ geführt. „Ich habe den Zusammenhang zwischen den Gleisarbeiten und der Bahnhofssanierung immer kritisiert. Seit Neuestem wissen wir nun auch, dass der Bundesverkehrsminister dem Bau des dritten Gleises keine Priorität einräumt und es keinesfalls vor 2015 zu einer Realisierung kommt. So lange können wir aber auf den Umbau des Bahnhofs nicht mehr warten“, erklärt Raabe.
Er habe nun die Hoffnung, dass Bahnchef Grube den Knoten endlich durchschlagen könne. Raabe: „Ich habe ihm erklärt, dass hier viele Menschen gern die Bahn nutzen. Aber gerade für Eltern mit Kinderwagen, ältere Menschen oder Gehbehinderte ist die Situation am Bahnhof Gelnhausen untragbar. Die können nicht noch weitere Jahre vertröstet werden.“
Raabe hat an Grube appelliert, dass die Bahn gerade jetzt, wo der Bund den Ausbau des dritten Gleises im neuen Investitionsrahmenplan zurückgestuft habe, Farbe bekennen sollte. Grube habe dem, so berichtet Raabe, zugestimmt und erklärt, dass man als Bahn den Mut haben müsse, den behindertengerechten Umbau einfach anzupacken, auch wenn, wie in diesem Fall, weitere Streckenplanungen noch nicht abgeschlossen seien. Für Gelnhausen werde er sich persönlich um eine Lösung bemühen.


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