Pressemitteilung:

18. September 2012

Mehr Werbung für THW-Helfer

Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe zu Besuch beim THW
International weltweit geschätzt, vor Ort mit Sorgen: Bundestagsabgeordneter   Dr. Sascha Raabe informierte sich bei Geschäftsführer Stefan Merten (links) und Alexander Schapeit (rechts) vom Ortsverein Erlensee über die Arbeit des THW.
+International weltweit geschätzt, vor Ort mit Sorgen: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe informierte sich bei Geschäftsführer Stefan Merten (links) und Alexander Schapeit (rechts) vom Ortsverein Erlensee über die Arbeit des THW.

Bei Hochwasser, nach Stürmen und bei Katastrophen stehen sie mit Gerät und Knowhow sofort parat, unterstützen Feuerwehr und Polizei.
„Das THW genießt einen sehr guten Ruf, verfügt über eine exzellente Kompetenz und ist für uns in der ganzen Welt bei Hilfseinsätzen unterwegs“, lobte Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe das Technische Hilfswerk (THW) bei einem Besuch der Geschäftsstelle in Gelnhausen. Doch auf lokaler Ebene plagen die Sicherheitsbehörde ernsthafte Sorgen, bei deren Lösung der neue Geschäftsführer Stefan Merten auch auf die Hilfe des SPD-Politikers aus Rodenbach setzt. Die Probleme: Seit der Abschaffung der Wehrpflicht ist beim THW die Zahl der Bewerber um 70 Prozent zurückgegangen. Geld und personelle Ressourcen für Werbekampagnen fehlen, zumal der Bund die Mittel für das THW kürzen will. Deshalb ist es auch kaum möglich, den teils in die Jahre gekommenen Fuhrpark zu modernisieren.

Sieben Vollzeitkräfte – Sachbearbeiter, Ausbilder, Ausstatter und Handwerker - arbeiten in der Geschäftsstelle Gelnhausen, die neben dem Main-Kinzig-Kreis auch für den Vogelsbergkreis und den Landkreise Fulda zuständig ist.
Dependancen gibt es im Main-Kinzig-Kreis in Steinau, Bad Orb, Wächtersbach und Erlensee, wo 45 Freiwillige die Fachgruppen Elektroversorgung und Pumpdienste bilden. Zudem verfügt das THW in Erlensee über eine Nachwuchsgruppe mit 18 Jugendlichen, von denen in diesem Jahr drei in die Einsatzgruppe übernommen wurde, berichtete Alexander Schapeit vom Ortsverein Erlensee dem Bundestagsabgeordneten. „Die Kameradschaft, die Gewissheit, etwas Gutes zu tun, und auch das Fahren mit Blaulicht sind Motivation für die Jugend, sich im THW oder bei der Feuerwehr zu engagieren“, erklärte Geschäftsführer Stefan Merten.

„Wenn die Abschaffung der Wehrpflicht schon fast existenzbedrohende Auswirkungen hat, muss der Etat für die Helferwerbung aufgestockt werden. Schließlich sind die Spezialisten des THW gemeinsam mit unseren hervorragenden Feuerwehren und Ret-tungsdiensten wie dem Deutschen Roten Kreuz extrem wichtig in Notfällen", sagte Raabe.


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