Pressemitteilung:

01. Oktober 2012

Raabe empfängt NORMA-Betriebsgruppe

Abgeordneter diskutiert über Rente und Mindestlohn
Betriebsgruppe der Norma Group Maintal

Es war ein Betriebsausflug der besonderen Art: Mitarbeiter der NORMA-Group aus dem Stammsitz Maintal und aus dem Werk Thüringen haben dieser Tage den Bundestag in Berlin besucht. Empfangen wurden sie vom SPD-Abgeordneten Dr. Sascha Raabe. Raabe ließ sich von Betriebsrat Klaus Ditzel zunächst über die Lage des Unternehmens informieren und berichtete anschließend über seine Arbeit in Berlin und im Main-Kinzig-Kreis. Für das Unternehmen, dass Raabe erst im vergangenen Jahr vor Ort besichtigt hatte, hatte der Abgeordnete viel Lob übrig: „Das Ja zum Standort Maintal freut mich natürlich. Und die Unternehmenskultur, das Miteinander von Arbeitnehmern und Geschäftsführung, ist nach allem, was ich höre, äußerst intakt. Das ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten leider nicht selbstverständlich.“
NORMA ist einer der führenden Hersteller von Verbindungstechnik, etwa von Befestigungsschellen, wie sie im Automobilbau verwendet werden. 2011 hatte NORMA einen Rekordumsatz von gut 580 Millionen Euro zu verzeichnen, im gleichen Jahr ging man an die Börse. Raabe: „NORMA hat als Automobilzulieferer in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld seinerzeit von der Abwrackprämie profitieren können. Dass das Unternehmen heute so gut dasteht, zeigt auch, dass es richtig war, damals gegen viele Widerstände diese Art von konjunktureller Anschubhilfe politisch durchzusetzen. Zugleich haben wir mit dem Instrument der Kurzarbeit viele Arbeitnehmer vor der Arbeitslosigkeit bewahrt.“
Intensiv diskutiert wurden auch die Themen Rente, Mindestlohn und die Situation der Leiharbeiter. Raabe sprach sich für einen gesetzlichen Mindestlohn aus und forderte bei der Bezahlung die Gleichbehandlung von Leiharbeitern und Stammkräften: „Das Stichwort ist equal pay – gleicher Lohn für gleiche Arbeit. NORMA ist da mit seiner letzten Betriebsvereinbarung offenbar ein Vorreiter.“
Ausführlich erläuterte Raabe das Rentenkonzept der SPD, das unter anderem Korrekturen im Sinne der Betroffenen bei der Erwerbsminderungsrente und eine Solidarrente für Geringverdiener vorsieht.
Gerechte Löhne, so Raabe, seien auch die Grundvoraussetzung dafür, Armut im Alter zu verhindern: „Wer über Altersarmut redet, darf zur Erwerbsarmut nicht schweigen. Deshalb brauchen wir endlich einen gesetzlichen Mindestlohn und insgesamt höhere Löhne.“

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