Pressemitteilung:

30. November 2012

„Mehr Akzeptanz für das Handwerk“

Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe zu Info-Besuch bei der Firma Beckl
von links: Stefan Scheinost,  Ausbildungsbeauftragter der Firma Beckl, Roland Sahler und Regina Kammerer,  Dr. Sascha Raabe, Senior-Chef Karl Beckl, Bernd Kaltschnee,  Inhaber Harald Beck und Azubi Sebastian Beckl
+Mehr Werbung für das Handwerk ist nötig (von links): Stefan Scheinost, Ausbildungsbeauftragter der Firma Beckl, die Langenselbolder SPD-Vertreter Roland Sahler und Regina Kammerer, Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe, Senior-Chef Karl Beckl, Bernd

„Wir müssen die Akzeptanz für die Handwerksberufe erhöhen“, fordert der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe anlässlich seines Besuchs bei der Langenselbolder Firma Beckl. Karosseriebauer, Fahrzeuglackierer und Bürokaufleute – 15 Auszubildende hat die Firma Beckl.

Doch selbst für den größten Karosseriebetrieb und in diesem Jahr einzigen Ausbilder in dieser Sparte im Umkreis wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen. „Es gibt immer weniger Firmen, die ausbilden. Die Industrie schnappt uns Leute weg, und die Regierung bläut den jungen Leuten ein, dass nur der Weg an die Universitäten der richtige ist“, sagte Firmeninhaber Harald Beckl bei dem Besuch des Bundestagsabgeordneten mit einer Delegation der Langenselbolder SPD. „Der gesellschaftliche Wert des Handwerks muss wieder besser werden. Auch die Schulen müssen zeigen, dass es attraktive Berufe im Handwerk gibt und ein Studium auch nach der Ausbildung noch möglich ist“, erklärte Raabe, der Herrn Beckl für seinen vorbildlichen Betrieb und seine soziale Verantwortung für die Mitarbeiter und Auszubildenden lobte.

Die Statistik gibt dem SPD-Politiker Recht: Von 1980 bis 2011 stieg die Zahl der Handwerksbetriebe in Hessen von 65.830 auf 73.789. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten von 365.500 auf 330.000, die der Azubis halbierte sich sogar von 54.500 auf 27.500. Für Raabe führt der Weg aus der Misere dauerhaft nur über eine bessere schulische Förderung. „Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland hat keinen oder einen schlechten Hauptschulabschluss. Wir müssen uns um schwächere Schüler schon in den Grundschulen verstärkt kümmern, beispielsweise durch eine begleitende Hausaufgabenbetretung,“ erklärte der SPD-Politiker.

Schließlich hat das Handwerk noch immer den sprichwörtlichen „goldenen Boden“, wie sich Raabe bei der Firma Beckl überzeugen konnte. Das 1974 von Karl Beckl als Einmannbetrieb gegründete Unternehmen zählt heute 56 Mitarbeiter, darunter 15 Auszubildende. Karosseriereparaturen, Lackierungen, Achsvermessungen und Autoverglasung lautet das Leistungsangebot an den Standorten Langenselbold und Maintal.  „Wir versuchen alte Handwerkstraditionen wie Fleiß, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit aufrecht zu erhalten“, sagt Harald Beckl, der das Geschäft 1997 von seinem Vater übernahm. 18 eigene Mietfahrzeuge und eine moderne Waschanlage stehen den Kunden zur Verfügung. 20 Fortbildungsveranstaltungen im Jahr, ein innerbetriebliches Gesundheitsmanagement und mehrfach ausgezeichnete Mitarbeiter und Azubis machen Beckl zu einem Vorzeigebetrieb. Mit einer Warmwasseraufbereitung durch Erdwärme sowie einer Solaranlage, die mehr Strom produziert als die Firma verbraucht, setzt der mit einem Umweltschutzzertifikat ausgezeichnete Betrieb auch ökologisch Maßstäbe.

 


Sitemap