Pressemitteilung:

20. Dezember 2012

Dr. Sascha Raabe kritisiert Krisenmanagement der Post

+Frust mit der Post: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe, Langenselbolder SPD-Mitglieder und Bürger vor der geschlossenen Filiale an der Friedrichstraße

Briefmarken aus dem Automaten gibt es seit Donnerstag wieder, aber auf die Öffnung der Postfiliale an der Friedrichstraße müssen die Langenselbolder Bürger noch bis zum 2. Januar 2013 warten. Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe kritisierte am Mittwochabend bei einem Ortstermin der Selbolder SPD das Krisenmanagement der Deutschen Post AG. „Es kann nicht sein, dass die Post über vier Wochen ihre Kunden alleine lässt und für die Übergangszeit keinerlei Angebot für die Bürger bereit hält“, sagte der SPD-Politiker, der sich einen mobilen Service oder eine Übergangslösung im Rathaus gewünscht hätte.
In einem geharnischten Brief an den Regionalbeauftragten Friedhelm Schlitt äußerte Raabe seine Empörung, dass sich die Post „mehr oder minder über die Weihnachtszeit hinweg mogele“. „Es ist völlig inakzeptabel, wie hier anscheinend seitens der Post die Hände in den Schoß gelegt werden, während die Bürgerinnen und Bürger in Nachbarorte fahren müssen, um Briefmarken zu kaufen und Pakete aufzugeben. Warum wurde seitens der Post nicht ein mobiles Angebot geschaffen, wo Bürger wenigstens für einige Stunden am Tag Briefmarken kaufen und Pakete aufgeben können? Wurden mit dem Rathaus keine Gespräche geführt, damit die beiden Postmitarbeiter dort wenigstens einen Notservice anbieten können?“, schrieb der Bundestagsabgeordnete, der die Post zum sofortigen Handeln auffordert.
Die groteske Situation entstand, nachdem Ende November das insolvente Möbelhaus „Forum natürlich Wohnen“, in dem die Postfiliale untergebracht ist, seine Türen schloss. Die Postfächer waren nicht zugänglich, Bankgeschäfte nicht mehr möglich, einige Rentner mussten auf die Rentenauszahlung warten. Weil der Strom abgestellt wurde, war auch der Briefmarkenautomat an der Friedrichstraße außer Betrieb. Erst die „sehr lobenswerte Privatinitiative“, so Raabe, von Bernd Rohé, Eon und dem örtlichen Elektromeister Oliver Brambach ermöglichte es, dass der Automat seit Donnerstag wieder funktioniert. „Es ist der blanke Hohn, dass die Bürger von der Post hingehalten, vertröstet und auf die Filialen in Rodenbach und Hüttengesäß verwiesen wurde“, zürnte SPD-Ortsverbandsvorsitzender Bernd Kaltschnee, zumal die Post über ein Briefverteilzentrum im Langenselbolder Gewerbegebiet betreibt, das vorübergehend als Paketannahmestelle hätte dienen können.


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