Pressemitteilung:

21. Dezember 2012

Dr. Sascha Raabe als „lebender Adventskalender“ im Altenheim Domicil

 Blumen für eine Lebensgeschichte: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe lauschte als „lebender Adventskalender“ den Erzählungen von Rita Wichmann.

Im Rahmen des vorweihnachtlichen Besuchsprogramms „lebendiger Adventskalender“ besuchte Dr. Sascha Raabe Heimbewohnerin Rita Wichmann im Hanauer Altenwohnheim „Domicil“ an der Nordstraße in Hanau. Der Bundestagsabgeordnete berichtete von seiner Tätigkeit in Berlin, lauschte aber vor allem der Lebensgeschichte von Rita Wichmann. Die Initiatorin der Aktion „Lebendiger Adventskalender“ , Gesine Krotz, zeichnete das Gespräch auf, das einmal ein „Tonzeugnis, von dem was sich in Hanau tat und tut“ werden soll.
„Soll ich mal ganz von vorne anfangen?“, fragte Rita Wichmann den SPD-Politiker anfangs noch schüchtern. Am Ende bekundete die 78-Jährige, dass sie eine „echte Schnätteretät“ sei, „die sich wie Frau Hesselbach anhört“. „Behalten sie ihren Humor“, zeigte sich Raabe beeindruckt von der Lebensgeschichte der geistig fitten Dame. Geboren „im hintersten Winkel Schlesiens“, wurde Frankfurt zum Lebensmittelpunkt. Sie erlebte den Bom-benterror des Zweiten Weltkrieges, heiratete 1956 einen Postbeamten. Nach dem Tod ihres Partners im Jahr 1994 lebte die ehemalige Verkäuferin im traditionsreichen Kaufhaus M. Schneider 15 Jahre bei Bekannten in Bückeburg (Niedersachsen). Ein nicht operabler Wirbelbruch im Lendenbereich zwang sie vor einigen Monaten in den Rollstuhl. Ihre in Altenstadt lebende Tochter vermittelte den Platz im neuen Hanauer Domicil. Dort lebt Rita Wichmann seit dem Frühjahr. „Ich fühle mich wohl, und ich habe hier genug Abwechslung“, sagte die 78-Jährige und listete die Angebote von Gymnastik über Gedächtnistraining bis Kino und Märchenstunde auf. Eine Gemeinsamkeit entdeckten die Gesprächspartner: Rita Wichmann schaukelt in ihrem Rollstuhl hin und her – um die Wirbelsäule zu entlasten. „Politiker machen das im Plenum auch manchmal „, so Raabe, „denn die Stühle sind im Bundestag auf Schienen angebracht, auf denen man vor und zurück fahren kann.“ Warum Politiker das tun, verriet Raabe nicht. Rita Wichmann schmunzelte nur.

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