Pressemitteilung:

21. Juli 2011

Raabe unterstützt Proteste gegen Fluglärm

„Bereits im November vor Absenkung der Flughöhen gewarnt“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis, Dr. Sascha Raabe, begrüßt die Proteste von Bürgern und Kommunalpolitikern gegen die Zunahme des Fluglärms. Raabe, der sich seit Jahren gegen den Fluglärm in der Region engagiert, hatte bereits im November des vergangenen Jahres eindringlich vor den Auswirkungen der Luftraumänderung im Einzugsgebiet des Frankfurter Flughafens gewarnt. Er hatte sich seinerzeit mit einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister gewandt und gefordert, die Pläne der Deutschen Flugsicherung (DFS) zur Absenkung der Flughöhen zu ändern. Nun seien seine „schlimmsten Befürchtungen eingetreten.“ Raabe: „Es ist gut, dass jetzt auf breiter Front Widerstand geleistet wird. Ich unterstütze ausdrücklich die geplante Resolution der Bürgermeister des Kreises. Die Probleme waren vorhersehbar und ich hätte mir gewünscht, dass mich die CDU-Bundestagsabgeordneten aus der Region schon im letzten Herbst auf politischer Ebene in Berlin unterstützt hätten, als ich im Verkehrsministerium vorstellig geworden bin - und nicht erst jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist.“

Raabe kritisiert, dass sich das zuständige Verkehrsministerium hinter der Deutschen Flugsicherung (DFS) verstecke und sich durch ein Wegschieben der Zuständigkeit vor der Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger drücken würde. Seit Jahren wird er nicht müde, die politisch Verantwortlichen in Berlin für die Belange der vom Fluglärm Betroffenen zu sensibilisieren. So hat er etwa immer wieder angeregt, ein lärmarmes Anflugverfahren, das so genannte CDA-Verfahren, für den Frankfurter Airport anzuordnen. Raabe: „Das ist technisch kein Problem. Leider haben sich dem bisher alle Minister – egal welcher Partei – verweigert.“ Er halte es für entscheidend, von allen Seiten weiter Druck vor allem auf das Verkehrsministerium auszuüben. Die Erfolgsaussichten von direkten Gesprächen mit der DFS sieht er hingegen eher skeptisch: „Da habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Die DFS ist letztlich ein Unternehmen, das betriebswirtschaftlich handelt und nicht an die Nöte und Sorgen der Bürger in der Region denkt. Dafür ist die Politik verantwortlich und hier wäre ein beherztes Handeln des zuständigen Ministers erforderlich.“
Sascha Raabe ist in Sachen Fluglärm ein erfahrener Kämpfer. „Ich kann schon seit Jahren nur mit Ohrenstöpseln bei geschlossenen Fenstern schlafen“, zeigt sich Raabe, dessen Heimatgemeinde Rodenbach besonders belastet ist, auch persönlich betroffen. Deshalb hatte er schon als Rodenbacher Bürgermeister den Protest angeführt, der dann gemeinsam mit dem Kreis in eine Klagegemeinschaft Rodenbachs und weiterer Kommunen gegen die DFS mündete. Schon damals ging es um die Einführung des CDA-Anflugverfahrens. Eine weitere Forderung ist die nach Einhaltung des Nachtflugverbots. Raabe: „Dieser Punkt ist besonders ärgerlich, weil die hessische Landesregierung ihr Wort gebrochen hat und sich heute nicht mehr an ihre Zusage erinnert, das Mediationsergebnis zu akzeptieren. Diese Wortbruchpolitik führt bei den Bürgern natürlich zur Verdrossenheit.“
Er werde sich, versichert Raabe, auch in Zukunft weiterhin für eine Verbesserung der Fluglärmsituation einsetzen, die in vielen Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises mittlerweile unzumutbar geworden sei. Raabe: „Das Thema Fluglärm ist ein dickes Brett, dass man beharrlich bohren muss und nicht nur dann, wenn es gerade hochkocht.“


Sitemap