Pressemitteilung:

01. August 2011

„Es geht um die Gesundheit der Menschen“

Fluglärm: Raabe wendet sich an Umweltbundesamt

In Sachen Fluglärm hat sich der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis Dr. Sascha Raabe jetzt mit einem eindringlichen Appell an das Umweltbundesamt gewandt. Raabe: „Die Belastungen durch den Fluglärm sind mittlerweile unerträglich, und das ist alles andere als ein Luxusproblem. Es geht um die Gesundheit der Menschen in unserer Region.“ Er unterstütze ausdrücklich die Forderung des Ärztenetzes Spessart, die Gesundheitsbelastungen durch Fluglärm und Schadstoffe in der Luft auf ein Minimum zu reduzieren. Das Ärztenetz hatte kürzlich in einem offenen Brief schnelle Lösungen angemahnt. Man sei in „großer Sorge um die Gesundheit unserer Patienten und letztlich aller Bürger“ heißt es in dem Brief.

Sascha Raabe nahm das Schreiben des Ärztenetzes Spessart zum Anlass, das Umweltbundesamt auf die aktuellen Probleme mit dem Fluglärm im Main-Kinzig-Kreis aufmerksam zu machen. Eine Kopie ging auch an den für Immissionsschutz zuständigen Umweltminister Röttgen. Raabe, der sich bereits im vergangenen Herbst an Bundesverkehrsminister Ramsauer gewandt und ohne Erfolg vor den Auswirkungen der Absenkung der Flughöhen gewarnt hatte: „Wenn sich schon die Deutsche Flugsicherung und das Verkehrsministerium nicht für die Menschen hier vor Ort interessieren, habe ich die Hoffnung, beim Umweltminister und beim Umweltbundesamt auf offenere Ohren zu stoßen. Die Warnungen der Mediziner müssen ernst genommen werden.“
Bei der Festlegung von An- und Abflugverfahren an Flughäfen hat das Umweltbundesamt ein gewichtiges Wort mitzureden. Flugsicherung und Luftfahrtbundesamt müssen hierbei mit dem Umweltbundesamt „Benehmen herstellen“, wie es im Beamtendeutsch heißt.
Raabe fordert das Umweltbundesamt nun auf, die Anflugverfahren für den Frankfurter Flughafen erneut genau zu prüfen und das lärmarme CDA-Verfahren anzuordnen. Zudem müsse das Nachtflugverbot durchgesetzt werden.


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