Pressemitteilung:

05. Oktober 2011

„Fluglärmprotest in Berlin breiter aufstellen“

Raabe und Schejna unzufrieden mit geplantem Gespräch im Bundesverkehrsministerium

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe und der Rodenbacher Bürgermeister und Chef der SPD-Kreistagsfraktion Klaus Schejna zeigen sich enttäuscht über die Planungen für das am 27. Oktober im Bundesverkehrsministerium angesetzte Gespräch zum Fluglärm. So ärgert sich Raabe über das Fernbleiben des Ministers, der nach dem derzeitigen Stand die Delegation nicht persönlich empfangen wird: „Es ist zwar gut, dass überhaupt etwas passiert, aber dass wir uns lediglich mit dem Staatssekretär treffen können, zeigt schon, dass der Minister der Problematik keine besondere Beachtung schenkt.“ Weiter bemängelt Raabe, dass der Kreis der vorgesehene Gesprächsteilnehmer zu klein sei: „Wenn das Gespräch so stattfindet, wie es jetzt geplant ist, dann wird da eine große Chance vertan. Wir müssen den Protest breiter aufstellen, sonst wird das Ganze verpuffen.“ Auch Klaus Schejna, der wie der Großteil der betroffenen Bürgermeister nicht eingeladen ist, ist verärgert: „Es kann nicht sein, dass die Kollegen, die sich hier vor Ort jahrelang gegen den Fluglärm stark machen, jetzt außen vor bleiben. Ich hätte es sehr begrüßt, wäre der Vorschlag von Sascha Raabe aufgegriffen worden.“

Raabe, der die Idee zu dem Treffen in Berlin hatte, hatte seinen Kollegen Peter Tauber (CDU) ursprünglich gebeten, neben den Bundestagsabgeordneten auch Landrat Pipa, Verkehrsdezernent Kavai, sowie insbesondere Vertreter der Interessengemeinschaft gegen Fluglärm und die Bürgermeister aller betroffenen Kommunen einzuladen. Wie jetzt bekannt wurde will Tauber den Einladerkreis aber offenbar klein halten und auf die Abgeordneten, den Landrat sowie den Vorsitzenden der Bürgermeisterkreisversammlung Friedhelm Engel und die Bad Orber Bürgermeisterin Helga Uhl beschränken. Für Klaus Schejna völlig unverständlich: „Warum sollen die Bürgermeister der großen Kommunen, wie Claus Kaminsky aus Hanau oder Thorsten Stolz aus Gelnhausen, nicht mit dabei sein? Wir in Rodenbach leiden besonders unter dem Fluglärm und kämpfen von Anfang an auch gerichtlich für ein lärmminderndes Anflugverfahren und damit auch für mehr Ruhe. Da hätte ich schon gern die Möglichkeit gehabt, das in Berlin deutlich zu machen.“
Sascha Raabe hält es für besonders bedauerlich, dass die Mitglieder der Interessengemeinschaft gegen den Fluglärm keine Chance zur Teilnahme erhalten sollen: „Sie wären die idealen Vertreter des Bürgerprotests. Diese Stimme will man offensichtlich in Berlin nicht hören. Außerdem geht viel Fachwissen verloren, wenn die Interessengemeinschaft nicht eingeladen wird.“


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