Pressemitteilung:

15. Mai 2013

Raabe besucht Hanauer Karl-Rehbein-Schule

Abgeordneter diskutiert mit Abiturienten über Entwicklungspolitik
Eine intensive Diskussion führten Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe (vordere Reihe, Dritter von links) und Lehrer Andreas Bär (links daneben) mit Abiturienten der Karl-Rehbein-Schule.

Hanau. Vom Wiederaufbau in Afghanistan bis zu den Arbeitsbedingungen der Näherinnen in Bangladesch – die rund 60 Abiturienten der Powi-Leistungskurse der Hanauer Karl-Rehbein-Schule hatten jede Menge Fragen an den SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Sa-scha Raabe. Raabe, der auch entwicklungspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag ist, war dieser Tage auf Einladung von Andreas Bär für eine Diskussionsrunde an die Schule gekommen, um über seine Arbeit zu berichten.

Raabe erklärte den Schülerinnen und Schülern, dass moderne Entwicklungshilfe heute sehr viel mehr sei, als das Verteilen von Lebensmitteln und Zelten: „Es geht darum, in den Entwicklungsländern funktionierende Strukturen aufzubauen, die sich im besten Fall am Ende selbst tragen, also etwa ein Gesundheits- und Bildungssystem. Bildung ist der Schlüssel zu allem, denn nur mit einer guten Ausbildung haben junge Menschen in diesen Ländern eine Perspektive.“ Nach wie vor spiele aber natürlich auch die klassische technische Unterstützung in der Entwicklungszu-sammenarbeit eine große Rolle. Raabe erläuterte das den Schülern anhand eines Projekts in Äthiopien, wo Bauern mit einfachen Mitteln ge-zeigt wird, Wasserspeicherbecken anzulegen, um angesichts geringer werdender Niederschlagsmengen gegen Wassermangel gewappnet zu sein.
Weitere Themen, zu denen die Schüler den Abgeordneten befragten, wa-ren der zivile Aufbau in Afghanistan und die Zustände in der Textilindustrie in Bangladesch. „Sklavenähnliche Arbeitsbedingungen“ attestierte Raabe den dortigen Fabriken, in denen auch deutsche Bekleidungsfirmen produzieren lassen. Diese müssten stärker in die Verantwortung genommen und gegebenenfalls auch nach deutschem Recht für Sicherheitsversäumnisse haftbar gemacht werden können. Die deutsche Politik dürfe sich um diese Fragen nicht herumdrücken, appellierte Raabe. Am Ende der spannenden Diskussion bedankte sich Raabe „für tolle Fragen und interessante Anregungen.“




Sitemap