Pressemitteilung:

Hanau, 10. Dezember 2009
10.12.09

KARSTADT HANAU: RAABE ZEIGT SICH SOLIDARISCH

Gespräch mit Betriebsrat und Geschäftsführung

Die rund 85 Mitarbeiter von Karstadt in Hanau hat die Nachricht hart getroffen: Vergangene Woche kündigte der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor an, dass das Kaufhaus am Freiheitsplatz geschlossen werden soll. Der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis, Dr. Sascha Raabe, zeigte sich im Gespräch mit Betriebsrat und Geschäftsführung solidarisch mit der Karstadt-Belegschaft. Es müsse jetzt darum gehen, schnell eine soziale Lösung für die Betroffenen zu finden. Er wolle, so Raabe, nach Kräften daran mithelfen. Raabe: „Es ist eine traurige Situation. So kurz vor Weihnachten stehen die Mitarbeiter des Hauses vor einer ungewissen Zukunft. Und das, obwohl gerade Karstadt Hanau auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Die Mitarbeiter sind alle gut ausgebildet, das Warenangebot vielfältig. Die Gründe für die Schließung liegen ganz eindeutig nicht hier vor Ort, sondern sind im jahrelangen Missmanagement an der Konzernspitze zu suchen.“

Im Gespräch mit Raabe stellten die Betriebsratsvorsitzende Sabine Schanz und Geschäftsführer Woltermann die Entwicklungen der Filiale dar und äußerten ihre Sorge, dass die sehr gut qualifizierten Karstadt-Mitarbeiter, die in der Regel über eine 3jährige Ausbildung verfügten, keine adäquaten Arbeitsstellen mehr in Hanau finden würden. Auch Raabe sieht diese Gefahr: „Karstadt Hanau hat, auch weil es sich hier um seinen sehr sozialen Arbeitgeber handelt, Mitarbeiter mit außergewöhnlich langer Betriebszugehörigkeit. Ein solcher Arbeitgeber ist nicht leicht wieder zu finden.“ Für den Betriebsrat ist es daher besonders wichtig, dass die Mitarbeiter zunächst möglichst lange in einer so genannten Transfergesellschaft aufgefangen werden, über die eine Weitervermittlung oder –qualifizierung organisiert werden kann. Sabine Schanz bat Raabe bei der Einrichtung der Transfergesellschaft um seine Unterstützung. Der ließ sich nicht lange bitten und griff noch am gleichen Tag zum Telefon, um die Angelegenheit mit dem Chef der Arbeitsagentur Hanau, Alexander Noblé, zu besprechen. Noblé sicherte Raabe zu, alles dafür tun zu wollen, dass den Angestellten von Karstadt geholfen werde.

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