Pressemitteilung:

Hanau, 05. Juni 2009
05.06.09

KARSTADT-SPORTHAUS – EIN STÜCK HANAU

Raabe spricht mit Geschäftsleitung und Betriebsrat des Karstadt-Sporthauses Hanau

Der Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis, Dr. Sascha Raabe (SPD), besuchte in dieser Woche das Karstadt-Sporthaus in Hanau, um sich ein Bild über die momentane Situation zu machen. Raabe: „Betriebsrat und Geschäftsleitung sind in großer Sorge, dass trotz des hohen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine von ihnen nicht verschuldete Insolvenz des Arcandor-Konzerns die Arbeitsplätze verloren gehen.“

Filialleiter Lars Steinmeier machte in dem Gespräch deutlich, dass das Sporthaus im City-Center mit seinen 25 Mitarbeitern auf 2.500 Quadratmetern Verkaufsfläche Hanaus größter Sportanbieter ist. „Trotz der Finanzkrise können wir seit Eröffnung der Filiale vor 5 Jahren eine kontinuierlich positive Entwicklung vorweisen“. Er hob besonders die enge Zusammenarbeit mit vielen Hanauer Vereinen, Krankenkassen und die Bedeutung der Filiale als Sponsor etlicher Veranstaltungen, wie beispielsweise des Stadtlaufs gegen Gewalt an Frauen hervor. „Wir sind inzwischen ein Stück Hanau“, so Steinmeier.

Das Haus in der Innenstadt verfüge sowohl über Laufkundschaft als auch über ein hohes Potenzial an Stammkunden, die die kompetente Beratung des ständig geschulten Fachpersonals gerne in Anspruch nehmen. „Wir erfahren zurzeit eine große Unterstützung durch unsere Kunden bei der Unterschriftenaktion“, betonte die Schriftführerin des Betriebsrates, Gabriele Beyer. Auch Sascha Raabe hat sich spontan an der Aktion beteiligt und unterschrieben.

„Die Beschäftigten haben in den letzten Jahren bereits hohe Opfer zur Konsolidierung des Gesamtkonzerns erbracht und unter anderem auf die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichtet. Sollten wir nun doch unseren Job verlieren, dann wäre das doppelt bitter“, erklärte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Mark Timmermans. „Jetzt heißt es an einem Strang zu ziehen. Betriebsrat und Geschäftsleitung arbeiten bei uns schon immer Hand in Hand, aber die Krise hat uns noch enger zusammengeschweißt“, hob Lars Steinmeier hervor, der seine Mitarbeiter jeden Morgen über Neuigkeiten aus der Zentrale informiert, um so größere Verunsicherungen möglichst zu verhindern.

Raabe betonte, dass eine Filialschließung nicht zuletzt auch für die Stadt Hanau ein schmerzlicher Verlust wäre und zu einer Teilverödung der Innenstadt führen würde. Voraussichtlich am kommenden Montag wird der Lenkungsausschuss nach eingehender Prüfung darüber entscheiden, wie Bürgschaften oder Kredite dem angeschlagenen Konzern helfen können. „Karstadt muss die gleichen Chancen haben wie Opel, d.h. es muss ergebnisoffen und vorurteilsfrei geprüft werden. Deswegen sind alle Vorfestlegungen zum jetzigen Zeitpunkt schädlich. Wenn die Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen für eine langfristige wirtschaftliche Perspektive mit Erhalt der Arbeitsplätze gegeben sein sollten, dann würde ich eine staatliche Stützung durch Bürgschaften und Kredite, genau wie bei Opel, auch im Interesse meiner Region befürworten“, bekräftigte der Abgeordnete, der noch am gleichen Tag mit einem Schreiben an den Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier um Unterstützung warb.

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