Pressemitteilung:

Hanau, 01. September 2009
01.09.09

LEBEN IN EINER WELT

Spannende Diskussion zum Film „Slumdog Millionaire“

Sogar die Temperaturen passten zum Film: das nahezu subtropische Klima in Hanau versetzte die zahlreich erschienen Zuschauer von „Slumdog Millionaire“ am vergangenen Freitag gefühlt mitten an den Drehort des Geschehens im indischen Mumbai. 130 Interessierte – darunter viele Jugendliche – waren der Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe (SPD) und der Jusos Main-Kinzig zur Filmvorführung ins Kino C’est la vie gefolgt. Im Anschluss an den Film entwickelte sich eine spannende Diskussion über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Indien.

Für Dr. Sascha Raabe, entwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, war der Kino-Hit um den indischen Straßenjungen Jamal Malik eine gute Gelegenheit, dem Publikum die Notwendigkeit des deutschen Engagements in Indien nahezubringen. Unterstützt wurde er hierbei vom Indienexperten Dr. Wolfgang Jessen, der viele Fragen zu beantworten hatte.
Raabe: „Indien ist das Land mit den meisten armen Menschen. Deutschland übernimmt Verantwortung und hilft hier beim Kampf gegen Hunger und Armut. Außerdem unterstützen wir das indische Gesundheitswesen insbesondere bei der Eindämmung von HIV/AIDS.“
Trotz des Wirtschaftsbooms sei Indien als ein so genanntes „Schwellenland“ – hierunter versteht man Länder, die auf der Schwelle vom Entwicklungs- zum Industrieland stehen – auf solche Unterstützung angewiesen. Besonders wichtig sei es ihm, betonte Raabe, die Situation der Kinder in Indien zu verbessern: „Kinderarbeit ist dort leider immer noch an der Tagesordnung. Dagegen müssen wir etwas tun. Auch diese Kinder sollen Chancen auf Bildung und damit auf eine bessere Zukunft haben.“
Ein weiterer Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Indien sei der Bereich Umweltschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien. „In Ländern wie Indien, die sich gerade wirtschaftlich stark entwickeln, treten Fragen des Umweltschutzes oft in den Hintergrund“, wusste Sascha Raabe zu berichten. „Wir leben aber alle in einer Welt, Umweltverschmutzung macht nicht an Ländergrenzen halt. Daher ist es sinnvoll und in unserem eigenen Interesse, dass wir diesen Ländern mit moderner Umwelttechnologie helfen.“
Er habe sich sehr gefreut, so Raabe mit Blick auf den unerwartet großen Besucherandrang und die rege Diskussion, dass sich so viele junge Menschen für das Thema Entwicklungszusammenarbeit interessierten.

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