Pressemitteilung:

Main-Kinzig-Kreis, 01. September 2009
01.09.09

Lage auf Milchmarkt noch immer äußerst angespannt

RAABE IM GESPRÄCH MIT LANDESBAUERNPRÄSIDENT FRIEDHELM SCHNEIDER

Über die aktuellen Probleme sowie die zukünftige Ausrichtung der heimischen Landwirtschaft diskutierte der Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis, Dr. Sascha Raabe (SPD), anlässlich einer Veranstaltung auf der Hessischen Staatsdomäne Baiersröderhof bei Hammersbach mit dem Präsidenten des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider. Ebenfalls dabei war der Leiter des Amtes für Umwelt, Naturschutz sowie ländlicher Raum, Edgar Kreuzer. Raabe zeigte Verständnis für die Ängste der Landwirte: „Viele heimische Landwirte sind derzeit in ihrer Existenz bedroht, denn die Lage auf dem Milchmarkt ist noch immer äußerst angespannt. Es ist ein Unding, dass ein qualitativ so hochwertiges Produkt wie Milch derart unter Wert verschleudert wird.“

Auf Nachfrage von Raabe bestätigte Bauernpräsident Schneider, dass der aktuelle Kampf um die Milchpreise als dringendstes Problem der Landwirte anzusehen sei. Mit den an der Ladentheke gezahlten Preisen für Milch sei es für viele Landwirte schlicht verlustbringend, die Milch zu verkaufen. Raabe wies daraufhin, dass die Bürgerinnen und Bürger bereit sein müssten, für qualitative Lebensmittel auch mehr auszugeben. Viele seien dazu wohl auch bereit, wenn sichergestellt sei, dass das Geld auch bei den Landwirten ankomme und nicht in die Taschen der Lebensmittel-Großkonzerne fließe.
Für die Zukunft, so war man sich ebenfalls einig, kann die heimische Landwirtschaft entscheidende Beiträge im Bereich der Energieversorgung leisten. Durch den Anbau von Biomasse, die in Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung verbrannt werden kann, kann die Landwirtschaft beim Umstieg auf erneuerbare Energien helfen. Dazu sei aber weitere Aufklärung nötig, so Raabe abschließend: „Die Landwirte leisten großen Anteil zur Landschafts- und Kulturpflege. Aber auch im Bereich der Energieversorgung haben sie schon heute einen wichtigen Anteil. Diesen muss die Landwirtschaft Hand in Hand mit der Politik ausbauen.“

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