Pressemitteilung:

Erlensee, 11. September 2009
11.09.09

SOZIALE STADT SOLL WEITERGEHEN

Dr. Sascha Raabe besucht Soziale-Stadt-Projekte in Erlensee

Seit nun zehn Jahren läuft in Erlensee das von Bund und Land finanzierte Städtebauförderprogamm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“. Zeit, die durchgeführten Projekte unter die Lupe zu nehmen und ein erstes Fazit zu ziehen. Diese Gelegenheit nutzte Dr. Sascha Raabe (SPD), Bundestagsabgeordneter für den Main-Kinzig-Kreis, um sich gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Erb die Ergebnisse vor Ort anzusehen. Erb ließ gleich zu Beginn des Treffens durchblicken, dass er das vom Bund stark bezuschusste Programm gerne weiter fortführen möchte. Raabe versprach, sich für weitere Fördermittel einzusetzen. „Das Soziale-Stadt-Konzept ist sehr erfolgreich. Hier in Erlensee, wie auch in anderen Standorten im Main-Kinzig-Kreis, zeigt die Förderung tolle Ergebnisse. Eine Fortführung der Projekte ist die einzige logische Konsequenz. Dafür werde ich mich einsetzen“, so Raabe.

Seit der Aufnahme in das Bund-Länder-Programm 1999 hat sich viel in Erlensee getan. Insgesamt mehr als 2,6 Millionen Euro hat die Gemeinde in die Hand genommen. Der Bund bezuschusste, wie auch das Land Hessen, die Projekte mit jeweils 983.000 Euro. Gut angelegtes Geld, findet der Bundestagsabgeordnete Raabe und ist von den Ergebnissen in Erlensee sichtlich begeistert: „Toll, wie sich Erlensee in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Neugestaltung des Platzes um die Wasserburg, des Römerspielplatzes und nicht zuletzt der große Umbau des Rückinger Schlösschens, tragen zum neuen Bild der Gemeinde bei. Stefan Erb und die Gemeinde Erlensee mit ihren vielen Ehrenamtlichen haben sich hier richtig ins Zeug gelegt.“
Und es soll weitergehen mit den Sozialen-Stadt-Projekten. Bürgermeister Erb ist an einer Fortführung des Programmes interessiert, um auch den nachhaltigen Wert der angefangenen Projekte zu sichern. „Mir ist es wichtig, dass wir hier weitermachen können, wo wir vor zehn Jahren angefangen haben. Ich bin froh, dass Sascha Raabe uns hier seine Unterstützung zugesagt hat und so weitere Projekte vorangetrieben werden können“.
Neben den nun abgeschlossenen baulichen Maßnahmen, die die Gemeinde gemeinsam mit dem Förderverein „Soziale Stadt Rückingen e.V.“ begleitet hat, geht es jetzt insbesondere um soziale Gemeinschaftsprojekte. Gezielt werden soziale Projekte aus der Hessischen Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt (HEGISS) finanziert und reihen sich damit nahtlos in das Gesamtkonzept Soziale Stadt ein. Drei Projekte werden vom „Bürgerverein Soziales Erlensee e.V.“ durchgeführt. Der ehrenamtliche Verein hat sich u.a. dafür eingesetzt, dass der gute Zustand des Römerspielplatzes durch einen Quartier-Betreuer sichergestellt ist. Neben der Pflege des Platzes organisiert der Betreuer verschiedene Mitmach-Aktionen für Jugendliche und Kinder. „Die Arbeit lohnt sich“, weiß Bürgermeister Erb zu berichten. Schon innerhalb kürzester Zeit sank die Vandalismus-Quote erheblich. „Wir binden die Jugendlichen in die Gestaltung mit ein und fragen welche Interessen sie haben. Dadurch fördern wir das soziale Verantwortungsbewusstsein. So wird das Zerstörungs-Risiko minimiert.“ Zusätzlich bietet der Verein eine „Mobile Bürgerhilfe“ an. Hier werden Menschen unterstützt, die kurzfristig – d.h. durch Krankheit oder andere Ereignisse – auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Die nachgefragten Tätigkeiten sind vielfältig. Sie reichen von der Begleitung beim Arztbesuch, über die Erledigung des Einkaufs bis hin zu Putzdiensten in der Wohnung. Pflegeleistungen sind dagegen ausgeschlossen. Drittes Projekt schließlich ist ein Interkultureller Frauentreff, der Migrantinnen eine Anlaufstelle zum Austausch bietet.

Sitemap