Pressemitteilung:

Main-Kinzig-Kreis, 19. Januar 2010
19.01.10

KINZIGTAL-BAHN DARF NICHT AUFS ABSTELLGLEIS

Raabe: Verkehrsminister in der Pflicht

Für Aufregung sorgt dieser Tage eine inoffizielle Streichliste der Deutschen Bahn, der zufolge neben anderen Vorhaben auch der Ausbau der Kinzigtal-Bahnstrecke zwischen Fulda und Hanau auf lange Sicht nicht zu realisieren sei. Damit droht der dringend erforderlichen Entlastung der stark befahrenen Strecke durch den Main-Kinzig-Kreis das langfristige Aus.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe, der sich seit Jahren in Berlin für den Ausbau entlang der bestehenden Streckenführung einsetzt, sieht nun den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in der Pflicht: „Die Kinzigtal-Bahn darf nicht aufs Abstellgleis. Die Strecke Fulda-Hanau-Frankfurt ist schon lange ein Nadelöhr im Streckennetz der Deutschen Bahn. Darunter leiden Fernreisende ebenso wie tausende Berufspendler aus dem Kreis Tag für Tag. Dieser Missstand muss dringend beseitigt werden. Minister Ramsauer muss alles daran setzen, damit das Projekt mittelfristig realisiert werden kann.“

Das Verhalten der Bahn, so Raabe, sei nicht hinnehmbar und anmaßend. Für die Infrastrukturplanung sei in Deutschland immer noch der Bund zuständig: „Es kann nicht sein, dass die Bahn allein mir nichts dir nichts lange geplante Verkehrsvorhaben streicht. Der Bundesverkehrsminister darf sich von den Planern der Bahn nicht auf der Nase herumtanzen lassen. In solch wichtigen Fragen muss die Politik das Heft des Handelns in der Hand behalten und Entscheidungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger fällen.“ Er werde sich, erklärt Raabe, auch weiter für die Kinzigtal-Bahn stark machen und fügt hinzu: „Über den Verkehrsetat entscheidet schließlich der Bundestag und nicht der Bahnvorstand.“

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