Pressemitteilung:

Berlin, 28. Januar 2010
28.01.10

„OHNE PRIVATES ENGAGEMENT GEHT ES NICHT“

Dr. Sascha Raabe trifft Microsoft-Gründer Bill Gates

Prominenten Besuch konnten die Entwicklungsexperten des Bundestages in dieser Woche in Berlin begrüßen: auf Einladung der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) war Multimilliardär Bill Gates angereist, um über sein Engagement für Menschen in Entwicklungsländern zu berichten. Gates, Mitbegründer des Software-Giganten Microsoft, leitet heute gemeinsam mit seiner Ehefrau Melinda die weltweit größte private Stiftung, die mit jährlich fast 3 Milliarden US-Dollar insbesondere Projekte zu Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den ärmsten Ländern fördert. Die Gates-Stiftung arbeitet eng mit den Vereinten Nationen zusammen und unterstützt Programme wie beispielsweise den Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria.
Für die SPD nahm auch der Main-Kinzig-Abgeordnete Dr. Sascha Raabe, entwicklungspolitischer Sprecher seiner Fraktion und ehrenamtliches Mitglied im parlamentarischen Beirat der DSW, an dem Gespräch teil. Er zeigte sich anschließend beeindruckt: „Es ist absolut lobenswert, dass Bill Gates enorme Summen seines Vermögens für die gute Sache einsetzt. Ohne solch privates Engagement ist der Kampf gegen Hunger und Armut in der Welt nicht zu gewinnen. Das gilt übrigens im Großen wie im Kleinen. Genauso wichtig, wie die Milliarden von Bill Gates sind die vielen kleinen Hilfsaktionen von Schulen, Kirchen oder sonstigen Organisationen hier bei uns im Main-Kinzig-Kreis und anderswo.“

In dem rund zweistündigen Gespräch betonte Gates, dass für ihn erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit eine der entscheidenden Zukunftsfragen sei. Die internationale Staatengemeinschaft, aber auch private Geber und große Unternehmen, seien in der Pflicht, den Ärmsten der Armen zu helfen. In diesem Zusammenhang lobte er ausdrücklich die deutsche Entwicklungspolitik der vergangenen elf Jahre, die die Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit wesentlich verbessert und die Mittel für die Armutsbekämpfung entsprechend internationaler Zusagen stetig erhöht habe. Mit Raabe war er sich einig, dass die neue Bundesregierung diese einmal gemachten Versprechen nun nicht brechen dürfe. Es müsse, so Gates’ eindringlicher Appell, von Seiten der deutschen Regierung alles dafür getan werden, dass die Vorgaben des EU-Stufenplanes, im Jahr 2010 einen Anteil von 0,51 Prozent und bis 2015 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungshilfe zu Verfügung zu stellen, eingehalten würden. Er sehe bei seinen vielen Reisen in die betroffenen Länder die Erfolge der Entwicklungsarbeit. Man dürfe in den Anstrengungen daher jetzt nicht nachlassen. Raabe informierte Bill Gates darüber, dass im Haushaltsentwurf der neuen Bundesregierung nur noch ein Zehntel des Anstiegs für Entwicklungshilfe der vergangenen Jahre vorgesehen sei und bat ihn, bei seinen anstehenden Treffen mit Entwicklungsminister Niebel und Bundeskanzlerin Merkel auf eine deutliche Aufstockung der Mittel zu drängen. „Wenn die Regierung schon nicht auf die SPD hört, so sollte es der wirtschaftsfreundlichen FDP und der Kanzlerin doch zu denken geben, wenn der erfolgreichste Geschäftsmann der Welt ebenfalls mehr Engagement Deutschlands für die Ärmsten der Armen einfordert, “ hofft Raabe

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