Pressemitteilung:

Berlin, 25. August 2010
25.08.10

RAABE UND AG 60PLUS FORDERN VEREINFACHUNG DER STEUERERKLÄRUNG FÜR RENTNER

Finanzministerium sagt Prüfung zu

Für viele Menschen ist sie ein Graus: die alljährliche Einkommenssteuererklärung. Und als wäre das Steuerformular nicht schon kompliziert genug, stehen Rentnerinnen und Rentner beim Ausfüllen vor einem zusätzlichen Problem. Sie müssen in der Anlage R zur Einkommenssteuererklärung den so genannten Rentenanpassungsbetrag eintragen.
Der Haken dabei: Dieser Betrag ändert sich von Jahr zur Jahr und ist für den Rentenempfänger oft nur schwer zu ermitteln. Für den SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe Grund genug, sich an das zuständige Bundesfinanzministerium zu wenden und eine Vereinfachung des Verfahrens anzuregen: „Der Eintrag in der Anlage R war bislang eine häufige Fehlerquelle in der Steuererklärung vieler Rentnerinnen und Rentner. Ein weniger kompliziertes Verfahren wäre sicher wünschenswert.“

Auf das Problem aufmerksam gemacht hatte den Bundestagsabgeordneten Michael Schell von der SPD-Arbeitsgruppe 60plus Gründau. Er habe sich, erklärt Schell, oft darüber geärgert, dass man als Rentner gezwungen sei, erst in „detektivischer Kleinarbeit“ den Anpassungsbetrag zu ermitteln, bevor man seine Steuererklärung machen könne. Gemeinsam mit Raabe und dem Vorsitzenden der AG 60plus der SPD Main-Kinzig, Walter Lorz, konnte er sich nun über eine positive Antwort des Finanzministeriums freuen. Dort ist man offenbar gewillt, Vereinfachungen zu prüfen. So sei zum einen bereits ein Verfahren gestartet worden, mit dem es den Finanzverwaltungen künftig einfacher möglich sein soll, den Rentenanpassungsbetrag automatisch - unabhängig von der Angabe in der Steuererklärung - zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird nach Angaben des Staatssekretärs im Finanzministerium daran gearbeitet, den steuerpflichtigen Rentnerinnen und Rentnern in Zukunft auf Wunsch eine vorausgefüllte Steuererklärung zur Verfügung stellen zu können. Das neue Verfahren zur Datenübermittlung müsse noch ausgewertet werden. Sobald es sich aber eingespielt habe, werde man sich bemühen, die Eintragung in der Anlage R der Steuererklärung zu vereinfachen. Raabe: „Diese Zusage macht Hoffnung. Wir werden darauf schauen, ob es am Ende wirklich zu Vereinfachungen kommt und sonst gegebenenfalls noch einmal Druck machen.“ Zufrieden zeigte sich auch Walter Lorz, der Schell für die Anregung und Raabe für sein Engagement in der Sache dankte.

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