Pressemitteilung:

Hanau, 15. Dezember 2010
15.12.10

Eine lebensfrohe und offene Gemeinde

DR. SASCHA RAABE BESUCHT NEUES GEMEINDEZENTRUM DER ALEVITEN IN HANAU

Dieser Tage besuchte der Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig Kreis, Dr. Sascha Raabe (SPD), das alevitische Gemeindezentrum und gewann einen Eindruck vom Gemeindeleben der Aleviten in Hanau. Diese bilden eine lebensfrohe und offene Gemeinde, die sich von anderen auf den Koran beruhenden Glaubensrichtungen stark unterscheidet. So gehen Aleviten nicht in Moscheen beten, sondern in eigenen Gebetshäusern, Männer und Frauen gemeinsam, und letztere ohne Kopftuch. Gesang und gemeinsamer Tanz sind bei den Aleviten wichtige Elemente des Gottesdienstes.

Der Gemeindevorsitzende Ihsan Atas sowie weitere Gemeindemitglieder nahmen sich Zeit für einen Rundgang mit Sascha Raabe durch die neuen Räumlichkeiten. Für die mehr als 2000 Aleviten in Hanau soll das Gemeindezentrum wichtige Leistungen erbringen. Viele Aleviten haben ihr ganzes Leben in Deutschland verbracht, und suchen nun im Alter auch hier seelsorgerischen Beistand. Aber auch Jugendliche sind im Gemeindezentrum willkommen, wo für die Jugendgruppe ein eigener Raum eingerichtet ist. Weitere Angebote sind zum Beispiel Lerngruppen und Musikunterricht, sogar ein kleiner Raum für einen Friseur. Dabei, so betont Herr Atas, gehe es nicht darum, sich abzuschotten, sondern im Gegenteil leiste die Gemeinde einen wichtigen Beitrag zur Integration besonders ihrer jugendlichen Mitglieder. An der Hanauer Brüder-Grimm-Grundschule wird seit kurzem deshalb auch alevitischer Religionsunterricht angeboten, auf Deutsch und nach Lehrplan. Die Aleviten schätzen ihre religiöse Freiheit in Deutschland sehr und viele möchten an der Gesellschaft teilhaben und sie mitgestalten. "Die Alevitische Gemeinde in Hanau ist damit ein ganz ausgezeichnetes Beispiel für erfolgreiche Integration", so Sascha Raabe abschließend.

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