Pressemitteilung:

Großkrotzenburg, 11. März 2011
11.03.11

Mehr in erneuerbare Energien investieren

DR. SASCHA RAABE IM GESPRÄCH MIT WINFRIED SCHWAB-POSSELT VON STOPP STAUDINGER

Ob das Kohlekraftwerk Staudinger wie geplant ausgebaut wird, ist inzwischen mehr als fraglich. Gemeinsam mit dem Sprecher der Bürgerinitiative „Stopp Staudinger“, Winfried Schwab-Posselt, besprach der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis, Dr. Sascha Raabe, nun mögliche Szenarien. Einig waren sich beide, dass der geplante Ausbau verhindert und stattdessen mehr in erneuerbare Energien investiert werden müsse.

Während die Stadt Hanau und die Kommunen Alzenau und Hainburg gemeinsam gegen den geplanten Bau von Block 6 des Kohlekraftwerkes klagen, konnte sich der Kreistag dem nicht anschließen. Der kürzlich von der SPD hierzu eingebrachte Antrag, um eine Klage auf Grundlage des Kreistagsbeschlusses von 2007 durchzusetzen, wurde durch die Stimmen von CDU und Grünen gemeinsam verhindert, obwohl die Grünen selbst auch gegen den Ausbau sind. Dass sich der Main-Kinzig-Kreis der Klage nicht anschließt, bedauert Schwab-Posselt. Allerdings laufe die Klage trotzdem weiter und er sehe die Kläger dennoch gut vorbereitet.

Interessant sei aber auch eine offensichtliche Umkehr in der Firmenpolitik des Kraftwerkbetreibers E.ON. So sieht Schwab-Posselt den Ausbau inzwischen schon aus rein wirtschaftlichen Gründen gefährdet: „Die Atomkraftwerkslaufzeiten wurden verlängert, der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet voran - da ist kein Platz mehr für neue riesige Kohlenmeiler, die sich für das Unternehmen erst nach 40 bis 50 Jahren finanziell lohnen.“

Eine sofortige Abkehr von dem Großprojekt erwartet Schwab-Posselt jedoch nicht. Vielmehr werde E.ON noch „auf Nummer sicher gehen“ wollen, und abwarten ob die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand hat. Wenn nicht, so sei zu befürchten, dass E.ON den Ausbau von Staudinger wieder ernsthaft vorantreiben werde.

Mit einem einer innovativen Umorientierung habe der Kurswechsel auch aus Sicht von Dr. Sascha Raabe nichts gemein: „Statt konsequent auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen, versuchen die Energieriesen weiterhin Kohlen- und Atomenergie als alternativlos darzustellen, weil sie mit ihren Kraftwerken nach Jahrzehnten erst richtig Geld verdienen. Die SPD hingegen setzt sich dafür ein, dass bis zum Jahr 2050 die Versorgung mit Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien gelingt“, so Dr. Sascha Raabe. Abschließend lobte der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Main-Kinzig-Kreis noch das Engagement der Bürgerinitiative und ihrer Unterstützer und versprach sich weiterhin gegen den Ausbau zu engagieren.

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