Pressemitteilung:

Berlin, 05. Mai 2011
05.05.11

ZUM TOD VON OSAMA BIN LADEN

Dr. Sascha Raabe MdB - Bericht aus Berlin

Osama bin Laden kann keine Terroranschläge mehr planen und Leid über die Menschen bringen. Das ist eine gute Nachricht, über die ich mich sehr gefreut habe. Ich erinnere mich noch gut an den 11. September 2001. Ich saß zu dieser Zeit als Bürgermeister von Rodenbach im Rathaus und war fassungslos als ich die Bilder der Terroranschläge im Fernsehen sah.
Menschen, die sich in höchster Verzweiflung aus den obersten Stockwerken des World Trade Centers in den sicheren Tod stürzten und Feuerwehrleute, die bei ihrem mutigen Einsatz unter den Trümmern begraben wurden. Für all das war Osama bin Laden verantwortlich, der sich danach stolz mit seinen Taten gebrüstet hatte. Aber bin Laden war nicht nur für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2011 verantwortlich , sondern auch für viele andere Terroranschläge. Und wegen ihm sind auch viele deutsche Soldaten ums Leben gekommen, die beim Kampf gegen seine Terrororganisation in Afghanistan gestorben sind.
US-Präsident Obama hat treffend formuliert, dass mit bin Laden kein muslimischer Führer, sondern ein Massenmörder ausgeschaltet wurde, der auch für den Tod vieler Muslime verantwortlich ist.
Natürlich ist der internationale Terrorismus mit Osama bin Ladens Tod nicht gestorben. Es kann leider auch weiterhin Anschläge geben, bei denen unschuldige Menschen ihr Leben verlieren. Aber bin Ladens einst so gut vernetzte mächtige Terrororganisation Al Kaida kann bereits seit dem Eingreifen der internationalen Truppen in Afghanistan längst nicht mehr so einfach wie früher in Ruhe groß angelegte Anschläge planen. Heute operieren vor allem kleinere, lose Zellen, die nicht mehr über die Logistik aus dem Jahr 2001 verfügen. Damals konnte die Terrororganisation gedeckt durch die ehemalige afghanische Regierung in aller Ruhe Terroristen ausbilden und hoch komplexe Anschläge planen. Auch dank des Einsatzes deutscher Soldaten in Afghanistan ist das heute so nicht mehr möglich. Bei allen Mängeln, die es in Afghanistan noch gibt und leider für viele Jahre noch geben wird, ist das Hauptziel, nämlich die nachhaltige Zerschlagung der Al Kaida in Afghanistan erreicht und es besteht vorsichtiger Optimismus, dass die frei gewählte afghanische Regierung in Zukunft zumindest die Al-Kaida Terroristen in Schach halten kann. Deshalb ist es nun auch an der Zeit in diesem Jahr mit dem Abzug unserer deutschen Kampf-Soldaten aus Afghanistan zu beginnen. Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus muss jedoch weitergehen. Allerdings sollte er sich in Zukunft stärker als bisher auch mit den Ursachen beschäftigen, die das Umfeld für den Terrorismus begünstigen. Denn wenn Menschen arm sind und sich ausgegrenzt und ungerecht behandelt fühlen, sind sie leichter von Terroristen für ihre Ziele zu missbrauchen. Deshalb brauchen wir sowohl mehr Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit, als auch gerechtere Weltwirtschaftsstrukturen und endlich eine gerechte Lösung des Nah-Ost-Konfliktes.

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