Pressemitteilung:

Hanau, 06. August 2011
06.08.11

RAABE: UMGANG MIT MITARBEITERN SKANDALÖS!

Treffen des Betriebsrates der VAC Hanau mit Dr. Raabe

Zu einem Gespräch mit den Betriebsrat der VAC traf sich Dr. Sascha Raabe, MdB, um sich über den Stand der Dinge bei der VAC Hanau zu informieren. Anlass ist der Verkauf der VAC an die OM Group, Cleveland/Ohio für rund 700 Millionen Euro, fast doppelt so viel wie der Finanzinvestor OEP (One Equity Partners) vor fünf Jahren selbst bezahlt hatte. Nicht zu letzt aufgrund der guten Arbeit der Mitarbeiter, die während der Krise auf geschätzte 30 Millionen Euro an Löhnen und sonstigen Leistungen- sogar der Betriebsrentenfonds war um 6 Millionen gekürzt worden- verzichteten, war es der VAC gelungen gute Ergebnisse zu erzielen, die den Marktwert des Unternehmens steigen ließen. Doch anstatt die Mitarbeiter an der guten Lage teilhaben zu lassen, lehnt das Management der VAC eine Beteiligung am Verkaufserlös in Höhe von 5 Millionen für die 1500 Beschäftigten ab.
In den Gesprächen mit den Beschäftigten ist die Enttäuschung zu spüren“, sagt Cornelia Gramm. Mit einer Anerkennungsprämie hätte die Geschäftsführung der VAC ihrer Einschätzung nach ein Zeichen für einen Neuanfang setzen können. Das Vertrauensverhältnis sei „schwer belastet“.
Auch Robert Weißenbrunner , 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hanau betonte, dass das Gebaren der Geschäftsleitung inakzeptabel sei.
Sascha Raabe findet den Vorgang „pervers“. Nachdem die Mitarbeiter mit ihrem Lohnverzicht geholfen hätten, die VAC profitabler zu machen, werde diese nun zum doppelten Preis verkauft. „ Dadurch leidet nicht nur die Motivation der Mitarbeiter, sondern auch das Prestige des Unternehmens, wenn die Arbeiter die Gewinne erarbeiten, auf Leistungen zum Wohle des Unternehmens verzichten, aber dann nicht auch in der Gewinnzone beachtet werden!,“ so Dr. Raabe zu dem Vorgang, der sich in dieser Angelegenheit noch einmal schriftlich an die Geschäftsleitung wenden will.
Raabe kritisiert vor allem, dass Finanzfonds mit geringer Eigenkapitaldeckung vor allem über Kredite, gesunde Firmen aufkaufen und dann die Mitarbeiter ausquetschen um die Kreditzinsen zu bedienen und hohe Renditen einzufahren.
„Das sind einfach grundlegende Werte des Zusammenlebens, die damit in Frage gestellt werden! Wenn- wie geschehen- die Unternehmen zum reinen Spielball der Finanzwirtschaft werden, können wir einpacken mit unserer sozialen Marktwirtschaft!“ resümierte Dr. Raabe.

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