Pressemitteilung:

Main-Kinzig-Kreis, 16. September 2011
16.09.11

Raabe: „Infrastruktur nicht kaputt sparen“

MÖGLICHE VERZÖGERUNGEN BEI NORDMAINISCHER S-BAHN NICHT HINNEHMBAR

Die letzten Nachrichten zu den befürchteten Verzögerungen beim Bau der nordmainischen S-Bahn zwischen Frankfurt und Hanau lassen das Schlimmste befürchten. Empört reagierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe, der seit vielen Jahren für das Vorhaben eintritt und das Projekt eigentlich auf einem guten Weg sah: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass sich jetzt plötzlich eine Finanzierungslücke auftun soll. Es muss dringend eine Lösung gefunden werden, damit es im nächsten Jahr wie geplant zum Spatenstich kommt. Der Bundesverkehrsminister ist hier in der Pflicht. Die nordmainische S-Bahn darf nicht auf Kosten anderer Vorhaben auf die lange Bank geschoben werden.“
Raabe unterstützt damit eine Forderung von Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der sich gemeinsam mit den Stadträten Piesold und Weiss-Thiel an den Bundestagsabgeordneten gewandt hatte. Raabe: „Wir müssen jetzt zusammen versuchen, die Strecke im Verkehrsministerium zu priorisieren. Ganz offensichtlich hat man dort den ernst der Lage nicht erkannt. Die nordmainische S-Bahn ist für unsere Region eines der zentralen Verkehrsvorhaben. Dieses wichtige Infrastrukturprojekt darf nicht kaputt gespart werden.“ Wenn es jetzt zu den befürchteten Verzögerungen käme, wären möglicherweise Teile der jahrelangen Planung hinfällig. Es drohe eine Durststrecke, deren Ende nicht absehbar sei. Er werde sich daher gern an dem von Kaminsky vorgeschlagenen Bahn-Gipfel zur Finanzierung des Projekts beteiligen. An den Gesprächen sollten nach Raabes Ansicht auch Landrat Erich Pipa und Verkehrsdezernent Dr. André Kavai teilnehmen. Raabe: „Wir müssen an einem Strang ziehen. Es wäre gut, wenn ein solches Gespräch zustande käme. Dann könnten wir auch gleich die desolate Situation vieler Bahnhöfe im Kreis ansprechen. Gerade am Bahnhof Gelnhausen ist die Lage nicht mehr vertretbar. Rollstuhlfahrer, ältere Menschen, Mütter mit Kinderwagen und Fahrradfahrer haben dort das Nachsehen, weil sie nur schwer den Bahnsteig erreichen können. Alles ist verrottet. Es muss etwas geschehen.“
Es könne nicht sein, ärgert sich Raabe, dass in der Bundesregierung ständig über vermeintliche Steuererleichterungen schwadroniert werde, dafür aber notwendige Verkehrsvorhaben auf der Strecke blieben: „Die Bürger müssen diese Politik ausbaden.“

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