Pressemitteilung:

Main-Kinzig-Kreis, 13. Oktober 2011
13.10.11

Raabe: „Betrieben, die Menschen mit Behinderung beschäftigen, immer den Vorrang geben!“

RAABE INFORMIERT SICH ÜBER NEUE FÜHRUNGSSTRUKTUREN DES BWMK

Mit mehr als 40 Standorten im Main-Kinzig-Kreis und über 1000 Beschäftigten ist das Behinderten-Werk Main-Kinzig (BWMK) eines der größten Sozialunternehmen unserer Region. Über die aktuelle Situation informierte sich Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe (SPD) beim Vorstandsvorsitzenden Martin Berg während eines Besuches der zentralen Verwaltung des Behinderten-Werk in Gelnhausen. Raabe: „Das Behinderten-Werk begegnet einem mit seinen vielfältigen Angeboten in unserem Kreis an vielen Stellen. Hier wird seit Jahren eine tolle integrative Arbeit geleistet, von der Menschen mit Behinderung, aber auch wir alle, profitieren.“
Wie vielfältig das Angebot ist, schilderte Martin Berg im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten: „Vom Wäschereibetrieb über unsere Holz- und Metall-Werkstätten, dem Schulverpflegungsservice, einem Bio-Bauernhof und einer Firma zur Datenarchivierung bis hin zum rollenden 1-2-3-Supermarkt und den Reinigungsdiensten der Heinzelmännchen - es gibt fast nichts, was wir nicht anbieten, um Erwerbsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu schaffen.“
Das BWMK ist in den letzten Jahren immer weiter gewachsen, was nun zu einer Neuorganisation auf Vorstandsebene geführt hat. „Dass solch ein großes Unternehmen, auch wenn es gemeinnützig arbeitet, entsprechende Führungsstrukturen braucht, ist folgerichtig“, erklärte Berg die Veränderungen im BWMK.
Seit Juni 2011 obliegt das operative Geschäft dem geschäftsführenden Vorstand, während die Aufsichtsfunktion vom Verwaltungsrat ausgeübt wird. Der zehnköpfige Verwaltungsrat besteht aus Mitgliedern der Lebenshilfe-Vereine Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern, des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte Hanau sowie Vertretern des Main-Kinzig-Kreises. Das Gremium ist politisch paritätisch besetzt. Unbeeinflusst von diesen organisatorischen Umstrukturierungen bleiben natürlich die Angebote des BWMK vor Ort. In den Integrationsbetrieben des BWMK bildeten Menschen mit Behinderung knapp die Hälfte der Belegschaft und würden tariflich entlohnt, erklärte Berg. Es gehöre zum Selbstverständnis des BWMK, auch in den übrigen Unternehmenszweigen überdurchschnittlich viele Menschen mit Behinderung unter tariflichen Bedingungen zu beschäftigen. Darüber war Dr. Raabe besonders erfreut. Seine Forderung: „Man sollte Betrieben, die behinderte Menschen beschäftigen, möglichst den Vorrang bei Auftragsvergaben geben.“ Außerdem müssten solche Einrichtungen, die Menschen mit Behinderungen Arbeit und Förderung zuteil werden lassen, auch spezielle finanzielle Mittel, gerade im Hinblick auf die Eingliederungshilfen, erhalten

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