Pressemitteilung:

16. August 2013

Gemeinsamer Wunsch: Ironman soll wieder durch Hanau führen

Sascha Raabe besucht Europa-Hauptquartier der WTC in Steinheim
+Der Ironman Germany soll wieder durch Hanau führen: WTC-Europachef Kai Walter, Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe und Xdream-Kommunikationsleiter Konrad Wörner (von links) verfolgen einen gemeinsamen Wunsch.

Hanau. Einmal im Jahr verfällt die Rhein-Main-Region dem Triathlon-Fieber. Doch dem Main-Kinzig-Kreis bescheren die „Eisenmänner“ und „Eisenfrauen“ auf der Radstrecke durch Hochstadt, Wachenbuchen und Niederdorfelden nur eine Stippvisite. Doch das könnte sich ändern: Der Ironman Germany soll wie-der durch Hanau verlaufen. „Wir würden schon gerne wieder Hanau machen, nicht nur Mittelbuchen. Aber Streckenführung ist ein komplexes Gebilde“, erklärte Kai Walter, Europa-Chef der World Triathlon Corporation (WTC), bei einem Besuch von Dr. Sascha Raabe. Der Bundestagsabgeordnete, der einst als Zuschauer an der Ironman-Radstrecke durch Mittelbuchen stand, befürwortet diese Gedankenspiele: „3000 Teilnehmer, Zehntausende von Zuschauern an der Strecke, Fernseh-Liveübertragung und ein weltweites Medienecho – ein besseres Marketing-Instrument kann man kaum erhalten.“

 

Bei der Premiere 2002 verlief die Radstrecke des Ironman Germany durch die Hanauer Stadtteile Hohe Tanne und Mittelbuchen. Einwände der Anwohner führten zu einer Streckenänderung. Friedberg ist seitdem der Wendepunkt. Doch die Ironman-Macher in Hanau-Steinheim denken intensiv über eine neue Route nach. Erst im Herbst könne man sich damit detailliert beschäftigen, verriet Walter. Es gäbe beispielsweise Interessensbekundungen aus Gelnhausen und Büdingen. „Viele Kommunen haben mittlerweile den Wert einer Veranstaltung mit siebenstündiger Liveübertragung erkannt. Aber dass Hanau in 2014 dabei sein wird, ist sehr, sehr wahrscheinlich“, erklärte Walter. Raabe versprach, wenn nötig Kontakte zu den lokalen Entscheidungsträgern zu knüp-fen.

 

3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathonlauf über 42,195 Kilometer – Ironman ist die ultimative sportliche Herausforderung. Die Fäden für die Wettbewerbe laufen in einem Haus am Rande der Steinheimer Altstadt zusammen. „In diesen Büros werden die weltweiten Maß-stäbe für große Wettbewerbe gesetzt“, sagt Konrad Dörner, Leiter Kommunikation der Xdream Sports & Events GmbH. 30 Mitarbeiter, davon 20 in Hanau, betreuen und organisieren über ein Dutzend Ironman-Events in ganz Europa – vor der Haustüre in Frankfurt und Wiesbaden, vom schwedischen Kalmar bis nach Pescara in Italien. In Großauheim ist ein riesiges Lager einge-richtet. Radständer, Bojen, Wechselzonenausrüstung – mehr als ein großer Sattelzug auf einmal laden kann. „Dass Xdream auf so eine Erfolgsgeschichte verweisen kann, ist schon imponierend, weil hier in Hanau zudem viele neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und auch ausgebildet wird“, zeigte sich Raabe beeindruckt.

 

Die Geschichte von Xdream ist das Extrem eines steten Höhenflugs: 2002 sicherte sich der Maintaler Kurt Denk die Lizenz für einen Ironman-Wettbewerb. Die Premiere in Frankfurt avancierte gleich zum Erfolg. Kai Walter, zuvor stellvertretender Kommandeur der Bundeswehr in Schöneck-Kilianstädten, war damals ein wenige Tage alter „Frischling“ der Ironman-Szene. Walter wurde Partner des Familienbetriebs Denk namens Xdream. Vor fünf Jahren zog sich Kurt Denk altersbedingt zurück. 2009 erfolgte der Verkauf an die World Triathlon Corporation (WTC) mit Sitz in Tampa/Florida. Die Sitzverlegung von Maintal nach Hanau-Steinheim folgte strategischen und logistischen Erwägun-gen. „Man ist hier sofort auf der Autobahn und am Flughafen. Und unsere vielen Gäste aus den USA sind immer wieder beeindruckt von der Steinheimer Altstadt“, sagt Kommunikations-Chef Dörner. Und aus einem kleinen Fami-lienbetrieb wurde ein 30-Mann-Unternehmen, das in ganz Europa einige wenige Triathlon-Profis, Tausende von Amateuren und Millionen Zuschauer bewegt.

 

Bald auch wieder in Hanau? „Es wäre toll, wenn dieser sympathischen Truppe das gelänge“, drückt Raabe die Daumen. Ob die Strecke dann auch wieder durch Mittelbuchen führen wird, steht auf einem anderen Papier, genauer ge-sagt auf dem Stadtplan. „Die Leute aus dem Neubaugebiet im Westen Mittelbuchens würden während des Rennens nicht mehr rauskommen. Die könnten wir dann nur alle zum Frühstück einladen“, gibt Europachef Kai Wal-ter zu bedenken, dessen offizieller Titel „WTC - Chief Operating Officer Europe – Middle East – Africa“ lautet. Aber auch dieses Problem werden die Ausdauersportler lösen.

 

 


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