Pressemitteilung:

19. August 2013

Wohnen muss bezahlbar bleiben

Raabe im Gespräch mit Mieterbund Hanau

In vielen Städten des Ballungsraumes Rhein-Main ist Wohnraum ein knappes Gut. Und wie so oft, wenn große Nachfrage und beschränktes Angebot aufeinandertreffen, steigen die Preise. Die Folge: Rentner und Geringverdiener, aber auch immer mehr Familien mit normalem Einkommen, werden aus attraktiven Wohnlagen verdrängt, weil sie sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten können. Welche Mittel die Politik diesem Trend entgegensetzen sollte, darüber sprach dieser Tage der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe mit dem Vorsitzenden des Mieterbundes Hanau, Hans-Egon Heinz. Ob Mietpreisbremse, Wohnbauförderung oder Neuregelung der Maklergebühren – schnell wurde klar, dass, so Raabe, „zwischen die Positionen des Mieterbundes und der SPD kein Blatt passt.“

Insbesondere die von der SPD in ihrem Wahlprogramm zugesagte Mietpreisbremse bei Wiedervermietungen wird vom Mieterbund begrüßt. Raabe: „Wohnen muss bezahlbar bleiben und darf kein Luxusgut werden. Wenn Mieten bei einer Wiedervermietung unverhältnismäßig in die Höhe getrieben werden, muss der Staat die Not- sprich die Mietpreisbremse ziehen. Deshalb sollte in diesen Fällen eine Obergrenze für Mieterhöhungen von maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete eingeführt werden.“ Überdies, fordert Raabe, müssten die Maklergebühren neu geregelt werden: „Da muss der Grundsatz gelten: Wer bestellt, der bezahlt. Wenn der Vermieter einen Makler einschaltet, dann soll er auch die Kosten dafür tragen.“
Der Mieterbund Hanau berät mit drei Anwältinnen jährlich rund 4.000 Mieter. Häufigste Gründe für die Beratungen sind fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen, Mängel in der Wohnung, wie etwa Schimmelbefall, oder auch Fragen zu Mietkautionen.

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