Pressemitteilung:

04. September 2013

Wichtig ist ein Miteinander von Jung und Alt

Raabe im Gespräch mit Demografiebeauftragtem Kauck

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe hat sich dieser Tage in Berlin mit dem Demografiebeauftragten des Main-Kinzig-Kreises Carsten Kauck (Freie Wähler) getroffen. Zentrale Themen des Gesprächs waren die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Kreis, die Pflegesituation vor Ort sowie die Lage bei der Kinderbetreuung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf allgemein. Gemeinsam plädierten Raabe und Kauck für „ein solidarisches Miteinander von Jung und Alt. In einer älter werdenden Gesellschaft müssen Probleme generationenübergreifend gelöst werden.“

Insbesondere die Wohnsituation Älterer wurde besprochen. Einig waren sich Raabe und Kauck, dass in Zukunft mehr altengerechter, also barrierefreier, Wohnraum benötigt werde. Dies müssten zum einen die Kommunen in ihren Planungen stärker berücksichtigen und zum anderen der Bund durch Förderprogramme unterstützen. Raabe: „Ziel muss es sein, altersgerechten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Jeder muss die Möglichkeit haben, so lange wie es geht, in seinen eigenen vier Wänden alt werden zu können. Dazu gehört eine entsprechend eingerichtete, etwa rollstuhlgerechte, Wohnung und eine wohnortnahe medizinische Versorgung.“ Kauck wies in diesem Zusammenhang auch auf neue Wohnformen, wie zum Beispiel Mehrgenerationenhäuser, hin, die im Main-Kinzig-Kreis immer beliebter würden: „Auch wenn es die alte Großfamilie nicht mehr so oft gibt, finden sich doch immer mehr Junge und Ältere zu Wohngemeinschaften zusammen, in denen man sich gegenseitig hilft. Der Bund als Gesetzgeber muss hier unterstützen und die Weichen in die richtige Richtung stellen.“
Über solche neuen Betreuungsformen hinaus müssten aber auch die Pflegeeinrichtungen und insbesondere die Pflegeberufe weiter gestärkt werden. Raabe: „Wer sich um die Pflege von Kranken und alten Menschen kümmert, der muss anständig bezahlt werden und dessen Arbeit muss in unserer Gesellschaft mehr Anerkennung erfahren, als es bisher der Fall ist.“
Kauck dankte Raabe für die gute Zusammenarbeit und begrüßte sein Engagement um einen Interessenausgleich zwischen Jung und Alt: „Ich habe Herrn Dr. Raabe als jemanden kennen gelernt, der für einen Dialog der Generationen einsteht und dafür, dass keiner auf der Strecke bleibt.“ Als Demografiebeauftragter erinnere sich Kauck noch gut an die Äußerungen des Bundesvorsitzenden der Jungen Union, Philipp Mißfelder, der seinerzeit gefordert hatte, alte Menschen sollten keine künstlichen Hüftgelenke mehr bekommen. „Damals“, so Kauck, „war ich erfreut, dass Herr Dr. Raabe als Bundestagsabgeordneter aus dem Main-Kinzig-Kreis gegen diesen Schwachsinn klar Stellung bezogen hat. Derartige Äußerungen polarisieren nur und taugen nicht, die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen.“

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