Pressemitteilung:

13. September 2013

Gemeinsam gegen Kinderarmut

Raabe und UNICEF fordern Stärkung der Kinderrechte

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe unter-stützt den Appell des UN-Kinderhilfswerks UNICEF für Kinderrechte. Das machte Raabe im Gespräch mit dem UNICEF-Abteilungsleiter für Kinderrechte und Bildung, Dr. Sebastian Sedlmayr, dieser Tage in Hanau deutlich. „Den Kindern gehört die Zukunft. Es ist unsere Aufgabe, heute ihre Rechte durchzusetzen, damit sie morgen gut leben kön-nen“, erklärte Raabe. UNICEF setzt sich mit seinem Aufruf an alle Bundestagskandidaten vor der Wahl am 22. September dafür ein, dass insbesondere der Kampf gegen Kinderarmut Kernaufgabe der Politik werden müsse und Kinderrechte verwirklicht werden – in Deutschland und weltweit. Ein Anliegen, dem Raabe mit seiner Unterschrift gern Nachdruck verlieh.

Hanau war als Ort für die Übergabe der Forderungen gut gewählt, stammen doch sowohl die UNICEF-Schirmherrin Daniela Schadt, Lebensgefährtin von Bundespräsident Gauck, als auch der Vorstandsvorsitzende von UNICEF Deutschland Dr. Jürgen Heraeus aus der Brüder-Grimm-Stadt. Raabe: „Wir hier in Hanau haben dadurch eine besondere Beziehung zu UNICEF und zum Thema Kinderrechte.“ Wie wichtig die Arbeit von UNICEF ist, zeigt allein die Situation in Deutschland. Rund zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen wachsen hierzulande am Rande des Existenzminimums auf. Besonders Kinder von Alleinerziehenden seien von relativer Armut bedroht, berichtete Dr. Sedlmayr. „Schockierende Zahlen“, wie Sascha Raabe findet. Es sei schlimm, so der SPD-Abgeordnete, dass Kinder in einem fortschrittlichen Land wie Deutschland mittlerweile mehr und mehr zu einem Armutsrisiko würden. „Hier müssen wir dringend gegensteuern und politisch für insgesamt familienfreundlichere Rahmenbedingungen sorgen, die zum Beispiel eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zulassen. Wir brauchen ausreichend Betreuungsplätze und gebührenfreie Kitas auch für die Kleinsten. Es kann doch nicht sein, dass sich Paare in diesem Land die Frage stellen müssen: Können wir uns überhaupt ein Kind leisten?“. Auch im Bildungsbereich sieht Raabe erheblichen Verbesserungsbedarf. Alle Kinder müssten gleiche Bildungschancen haben, „unabhängig davon, wie dick das Portemonnaie der Eltern ist.“
Er fühle sich dem Thema Kinderrechte aber nicht nur als Hanauer, sondern auch als Entwicklungspolitiker besonders verbunden, betonte der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Raabe: „Jeden Tag sterben 20.000 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger und extremer Armut. Das dürfen wir niemals als gegeben hinnehmen, sondern müssen alle Kräfte mobilisieren, dagegen anzukämpfen.“ In diesem Zusammenhang lobte Raabe die Arbeit von UNICEF, das mit eigenen Projekten in mehr als 150 Ländern dazu beiträgt, die Situation von Kindern in der ganzen Welt zu verbessern. Eine Arbeit die zunehmend dadurch erschwert wird, dass die derzeitige Bundesregierung internationalen Organisationen die Mittel kürzt. Sedlmayr kritisierte, dass Deutschland gemessen an seiner Wirtschaftsleistung zu geringe Beiträge für die weltweite Armutsbekämpfung im Allgemeinen und für die Organisationen der Vereinten Nationen im Besonderen leiste. Raabe versprach im Falle eines Regierungswechsels Abhilfe: „Wir als SPD wollen zusätzlich eine Milliarde jährlich für die Ent-wicklungszusammenarbeit zur Verfügung stellen und wir wollen die Zusammenarbeit mit der UN wieder intensivieren. Es ist völlig unsinnig, die Erfahrung und das Wissen von Organisationen wie UNICEF nicht zu nutzen.“


Sitemap