Pressemitteilung:

17. September 2013

Vorbildliche Integrationsarbeit

Raabe besucht Stadteilzentrum Hanau-Süd-Ost

Hanau. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe hat sich im Stadtteilzentrum Hanau Süd-Ost über die Arbeit der sozialen Einrichtung informiert. „Ich bin beeindruckt davon, welch vorbildliche und wichtige Integrationsarbeit die Mitarbeiter des Stadtteilzentrums leisten“, sagte Raabe nach seinem Besuch begeistert. Anschließend machte er sich bei einem Rundgang durch das Viertel ein Bild der Arbeit der haupt-, neben- und ehrenamtlichen Helfer.

Im Stadtteilzentrum Süd-Ost ging es wie immer lebhaft zu. In einem der Räume paukten junge Bauingenieursstudenten gemeinsam für ihr Studium, im Nachbarraum plante die Frauengruppe, auf deren Einladung Raabe in das Stadtteilzentrum gekommen war, bei einem Glas frischgebrühtem Tee ihre nächsten Aktivitäten. Bis zu 400 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer besuchen das Stadtteilzentrum jede Woche. Sie treffen sich in insgesamt 33 Gruppen – vom Mutter-Kind-Treff über Jugendgruppen verschiedenen Alters bis zur Frauengruppe. So unterschiedlich wie die Gruppenzusammensetzung sind auch ihre Aktivitäten, die allerdings stets auf dem gleichen gemeinschaftlichen Gedanken beruhen: gegenseitige Hilfe, beispielsweise bei den Hausaufgaben oder der Organisation eines Catering-Services, mit dem sich eine Mädchengruppe eine Reise nach Berlin finanziert hat. „Wir haben viele Erfolgsgeschichten vorzuweisen“, sagte Selim Karanlik, der die Einrichtung leitet. Er erzählt von Schülern, die sie von der Hauptschule bis zum Studienabschluss begleitet haben. „Das ist nur möglich in einem langfristigen Projekt wie diesem“, fügt er hinzu. Bereits seit mehr als 25 Jahren gibt es das Zentrum. Viele der heutigen Helfer und Gruppenleiter sind in dem Hanauer Stadtteil aufgewachsen, haben als Kinder verschiedene Angebote des Stadtteilzentrums wahrgenommen und helfen nun selbst anderen Kindern und Jugendlichen.

„Ich bin richtig beeindruckt von der tollen Arbeit, die hier geleistet wird“, sagt Raabe nach seinem Rundgang. „Nicht nur die vielen Erfolgsgeschichten, sondern auch die Tatsache, dass viele seit Jahren der Einrichtung treu geblieben sind und nun selbst ihre Erfahrungen weitergeben, belegen, dass das Konzept genau richtig ist“. Umso bedauerlicher findet der Bundestagsabgeordnete es, dass das Stadtteilzentrum mit starken finanziellen Engpässen zu kämpfen hat. Geld für Neuanschaffungen in den Gruppenräumen fehlt. „Deshalb ist es dringend nötig, dass wir nach einem Regierungswechsel die Mittel für die ,Soziale Stadt´, die von der schwarz-gelben Bundesregierung um zwei Drittel gekürzt wurden, wieder aufstocken. Es darf nicht sein, dass vorbildliche Projekte, in die haupt- und ehrenamtliche Helfer eine Menge Energie stecken, nicht ausreichend vom Staat gefördert werden“, betonte Raabe in der Gesprächsrunde, in der es auch um integrationspolitische Themen ging. So fragten zwei Frauen, die seit 40 bzw. 20 Jahren in Deutschland leben, warum sie noch immer nicht hier wählen dürfen. „Wer schon so lange hier lebt, der muss auch ein Stimmrecht bei Wahlen haben“, davon ist Raabe überzeugt. Deshalb plädiere er wie die SPD in ihrem Regierungsprogramm für die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft.

Am Ende des Besuchs im Stadtteilzentrum gesellte sich noch ein prominenter Mitarbeiter zu der Runde. Eintracht Frankfurt Profi-Torwart Aykut Özer betreut einmal pro Woche ehrenamtlich eine Jugendsportgruppe im Stadtteilzentrum. Özer wohnt in Hanau und hat früher am Programm der Einrichtung teilgenommen bis er selbst zum Gruppenleiter wurde. Eintracht-Fan Raabe hatte für Özer natürlich ein besonders großes Lob parat: „Ich finde es klasse, dass ein Bundesliga-Profi sich ehrenamtlich die Zeit für Jugendsozialarbeit nimmt. Aykut Özer ist ein echtes Vorbild für die Kinder und Jugendlichen!" Gemeinsam mit der Leitung des Zentrums verschaffte sich Raabe einen Überblick der Arbeit vor Ort. „Ich finde es gut, dass sich die Arbeit nicht nur innerhalb des Zentrums abspielt, sondern dass die Mitarbeiter auch im Viertel präsent sind und Menschen direkt ansprechen.“

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