Pressemitteilung:

21. November 2013

Raabe setzt Kernforderungen durch

SPD-Abgeordneter zufrieden mit Verhandlungsergebnissen

In Berlin hat die Arbeitsgruppe 1 „Außen, Verteidigung, Entwicklung und Menschenrechte“ in dieser Woche ihre Verhandlungsergebnisse für den möglichen Koalitionsvertrag von Union und SPD präsentiert. Höchst zufrieden äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe, der für seine Partei den entwicklungspolitischen Teil verhandelt hat: „Wir konnten uns mit unseren Forderungen in allen zentralen Punkten durchsetzen. Das Papier trägt in der Frage der künftigen Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik ganz klar unsere sozialdemokratische Handschrift und entspricht fast eins zu eins unserem Wahlprogramm."

Ihm sei es neben dem vordringlichen Kampf gegen Hunger und Armut ein besonderes Anliegen gewesen, so Raabe, dass sich die Entwicklungspolitik künftig stärker für einen fairen Welthandel und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern einsetze und dabei auch weltweit agierende Konzerne mehr in die Verantwortung nehme. „Schluss mit Hungerlöhnen, Kinderarbeit und lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen überall auf der Welt gute wirtschaftliche Perspektiven haben und nicht ausgebeutet werden. Nur so können sie sich mit unserer Unterstützung aus eigener Kraft aus der Armut befreien“, findet der SPD-Mann. Es sei daher wichtig gewesen, den Einsatz der Bundesregierung für verbindliche menschenrechtliche, ökologische und soziale Mindeststandards in allen Freihandelsabkommen der Europäischen Union im Koalitionsvertrag festzuschreiben.

In Zukunft soll zudem die Umsetzung des Rechts auf Nahrung wieder mehr in den Fokus der Entwicklungszusammenarbeit rücken. Deutschland soll sich dafür stärker als bisher in den ärmsten Ländern der Erde engagieren und die Zusammenarbeit mit aufstrebenden Ländern wie z.B. Indien auf Themen wie etwa den Klima- und Umweltschutz konzentrieren. Raabe: „Von diesen Ländern, in denen es teils ein enormes Wirtschaftswachstum und eine große Finanzkraft gibt, werden wir mehr Eigenanstrengungen bei der Überwindung von Hunger und Armut, im Gesundheitsbereich und im Bildungswesen einfordern.“

Raabe hatte sich auch dafür eingesetzt, dass sich die deutsche Entwicklungspolitik künftig besser mit anderen Geberländern abstimmen müsse. „Ohne die enge Kooperation mit unseren Partnern und eine sinnvolle Arbeitsteilung über internationale Institutionen geht es nicht. Hier hatte die letzte Bundesregierung zu sehr die nationale Brille auf. Das haben wir jetzt geändert“, erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Offen sei nun noch die Finanzierungsfrage, die erst am Schluss geklärt werden könne. Während unter dem alten Minister Niebel der Entwicklungsetat gekürzt wurde, hatte die SPD in ihrem Wahlprogramm jährlich zusätzliche Mittel in Höhe von je einer Milliarde Euro gefordert, damit Deutschland seinen internationalen Zusagen gerecht werden kann. Raabe: „Dafür werden wir in den nächsten Tagen noch kämpfen.“


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