Pressemitteilung:

28. Januar 2014

„Es spricht viel für Waldkindergärten“

Dr. Sascha Raabe trifft südkoreanische Delegation
+In Deutschland auf der Suche nach Anregungen: Die koreanischen Kindergärtnerinnen stellen sich mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe und seinem koreanischen Kollegen Hwang Yong Chul (links neben Raabe) zum Gruppenbild.

Nicht an den großen Konferenztischen in Berlin, sondern ein Waldkindergarten in Obertshausen war der Schauplatz für einen internationalen Austausch: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe begrüßte eine Delegation von rund 20 Kindergartenleiterinnen und Pädagoginnen aus Südkorea, die gemeinsam auf Einladung von Diplom-Psychotherapeutin Asha Scherbach vom AWO-Waldkindergarten „Die wilden Erdbären“ mit dem koreanischen Regierungsabgeordneten Hwang Yong Chul Anregungen für alternative Erziehungsarbeit suchen.
„Es spricht viel für Waldkindergärten. In unserer so stark technisierten Welt ist es für Kinder wichtig, dass sie die Natur erleben und erfahren können und dabei gerade im naturwissenschaftlichen Bereich vor Ort anschaulich lernen können", machte der ehemalige Bürgermeister von Rodenbach Werbung für das Konzept.
Es gibt bereits viele Waldkindergärten in Korea und die Gründung von Waldschulen soll nach dem Wunsch der Delegation folgen. Die Nachfrage der Eltern ist groß. „Unsere Kinder sind elektroniksüchtig und kommunizieren nur noch über ihre Smartphones. Deshalb wollen wir neue Anreize setzen“, erklärte Abgeordneter Hwang Yong Chul, der 2012 ein Gesetz der Waldpädagogik in das koreanische Parlament eingebracht hatte.
Neben der mehrfach ausgezeichneten AWO-Einrichtung „Die wilden Erdbären“ in Obertshausen besuchte die koreanische Delegation auch den Waldkindergarten in der Alten Fasanerie in Hanau-Klein-Auheim. Das „sehr beeindruckende Treffen“, so Abgeordneter Hwang Yong Chul, soll als Beginn für einen intensiveren Austausch in Sachen Waldpädagogik zwischen Südkorea und Deutschland dienen. Asha Scherbach möchte in Hessen ein Waldschulenprojekt starten. Raabe sicherte zu, seinen Parteikollegen Christoph Degen, MdL (Neuberg) einzubeziehen, der als schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Lehrer Kontakte knüpfen könnte.


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