Pressemitteilung:

25. Juni 2014

Make me visible“ – „Mach mich sichtbar“

Bundestagsabgeordneter Sascha Raabe unterstützt Aktion zur Geburtenregistrierung
+Kinder „sichtbar machen“: Bundestagsabgeordneter Dr. Sascha Raabe, umringt von Mitgliedern der Delegation des Kinderhilfswerkes PlanInternational , gibt in Hanau seinen Fingerabdruck für die Aktion „Make me visible“.

Mit Fingerabdruck und Unterschrift unterstützt Dr. Sascha Raabe als einer der ersten Bundestagsabgeordneten die Aktion „Make me visible“ („Mach mich sichtbar“) von PlanAction. Die Jugendgruppe des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland setzt sich für die Registrierung von Geburten ein. Weltweit, besonders in afrikanischen Ländern wie Sierra Leone und dem Sudan, aber auch in Indonesien, haben rund 230 Millionen Kinder keine Geburtsurkunde – mit gravierenden Folgen. „Nur wer einen Namen hat und registriert ist, existiert auch offiziell aus Sicht der Behörden und kann an Bildung, Gesundheitssystemen und sozialen Leistungen teilnehmen. Eine Geburtsurkunde kann außerdem vor der Zwangsverheiratung von Minderjährigen schützen und die Strafverfolgung und Verurteilung von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen ermöglichen. Diese an Minderjährigen begangenen Straftaten können eben nur abgeurteilt werden, wenn das Alter der Opfer feststeht," erklärte der SPD-Politiker im DGB-Jugendheim Hanau.

Im DGB-Jugendheim Hanau berichtete die PlanAction-Gruppe mit Jugendlichen aus Deutschland, den USA und Sierra Leone von drastischen Fällen: von gekidnappten Kindern, deren Verschwinden von den Behörden nicht verfolgt wurde, weil die Eltern keine Geburtsurkunde vorlegen konnte, von sexuellem Missbrauch und von ausgebliebenen Schutzimpfungen. „So banal es für uns klingt: Die Registrierung bei der Geburt ist der Schlüssel zur Gewährleistung der Rechte von Kindern. Deshalb unterstütze ich die Initiative von PlanAction“, sagte Raabe.

Die Kampagne „Make me visible“ erachtet Raabe für „außerordentlich wichtig“. Weil die Geburtenregistrierung in Deutschland eine Selbstverständlichkeit sei, hätten viele seiner Kollegen im Bundestag dieses Problem nicht im Blickfeld. Deshalb will der Experte für wirt-schaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sich dafür einsetzen, dass weitere Abgeordnete Fingerabdruck und Unterschrift geben, um die Aktion zu unterstützen. Im November will PlanAction die Sammlung an den Parlamentarischen Staatsekretär Hans-Joachim Fuchtel in Berlin überreichen. 5000 Fingerabdrücke sollen es werden, erklärte May Evers von Plan International in Hanau.


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