Pressemitteilung:

18. Juli 2014

Schon vor der Abfahrt fit machen

Raabe unterstützt Projektvorhaben zur besseren Integration rumänischer Arbeiter
+Rumänische Arbeiter schon in der Heimat über die Wirklichkeit in Deutschland informieren als Ziel: Der Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe unterstützt die Initiative von Matthias Paul (links) und Adrian Dascalu (rechts).

Region Hanau. Sie kommen, um Not, Armut und Hoffnungslosigkeit in ihrem Land hinter sich zu lassen. Sie kennen die Sprache nicht, nicht die Regeln, nicht die Gesetze – und werden in der vermeintlich besseren „neuen Heimat“ oft gnadenlos ausgebeutet. Durch die Niederlassungsfreiheit für EU-Bürger strömen Tausende Rumänen nach Deutschland. „Es ist verständlich, dass viele Rumänen sich aus ihrer Not heraus auf den Weg in ein vermeintlich goldenes Land machen. Hier muss etwas getan werden. Hier gilt es große Herausforderungen zu bewältigen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe. Einen An-satz bietet das Pilotprojekt des Hanauers Matthias Paul und seines rumänischen Partners Adrian Dascalu, das der SPD-Politiker unterstützt. Das Duo möchte die Wanderungswilligen mit einer Zeitung und Sprachkursen schon in Rumänien fit für den deut-schen Arbeitsmarkt machen.

Die Zeitung soll gebündelt Informationen über das deutsche Arbeitsrecht, Arbeitsverträge, Mietrecht und Steuern bis hin zu scheinbar banalen Dingen wie die Mülltrennung informieren – die in Rumänien unbekannt ist. Die monatlich erscheinende Zeitung soll in Rumänien und in den Transitbussen kostenlos verteilt werden. In Rumänien angebotene, intensive Deutschkurse sollen die Integration erleichtern. Kontakte mit der rumänischen Regierung wurden durch Adrian Dascalu, der viele Jahren für die Nachrichtenagentur Reuters als Journalist in London und Toronto im Einsatz war, bereits geknüpft. Man habe positive Signale erhalten.

„Facharbeiter aus Rumänien sind in Deutschland erwünscht, wenn sie Deutsch sprechen“, erklärt Initiator Matthias Paul. Das Beherrschen der Sprache schütze auch vor Ausbeutung. Es sei nicht selten, dass Rumänen und andere Ausländer 12 bis 14 Stunden am Tag für 800 Euro im Monat arbeiten oder oftmals überhaupt keinen Lohn erhalten. „Sie haben keine Ahnung. Ihre Träume zerplatzen und am Ende bleibt oft nur schlecht bezahlte Schwarzarbeit“, sagt Dascalu, der seinen Landsleuten deshalb helfen will.

„Der Ansatz ist gut. Ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Länder wäre ein wichtiges Signal. Es ist entscheidend, schon in der Heimat mehr Informationen an die zu geben, die sich von Rumä-nien aus auf den Weg machen, um sich in Deutschland besser orientieren zu können. Auch für die nach Hanau kommenden Rumänen wäre dies eine große Hilfe und integrationsfördernd.“, sagt Raabe. Der Abgeordnete will die Initiative mit entsprechen-den Schreiben unterstützen, um in Berlin leichter die Deckel zu den Fördertöpfen öffnen zu können. Damit aus der Idee eines Pilotprojekts Realität wird.





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