Pressemitteilung:

22. Dezember 2014

Dank an ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

Kreis-Integrationslotse Hamid nach Berlin eingeladen

Stellvertretend für all jene, die sich mit großem Einsatz ehrenamtlich im Main-Kinzig-Kreis um Flüchtlinge und Asylbewerber kümmern, nahm dieser Tage der Rodenbacher Youssouf Hamid persönlich den Dank der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung in Berlin entgegen. Auf Vermittlung des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe war Hamid anlässlich des Internationalen Tags der Migranten zu einem Empfang im Auswärtigen Amt eingeladen. Hamid, der selber vor rund 20 Jahren aus dem Tschad nach Deutschland kam und heute als ehrenamtlicher Integrationslotse des Main-Kinzig-Kreises arbeitet, war sichtlich erfreut über die Anerkennung: „Ein gelebtes Miteinander ist die Seele der Integration. Dafür arbeiten wir. Es ist schön, dass unser Engagement in den Helferkreisen derart geschätzt wird.“

Auch Raabe lobte ausdrücklich die Arbeit der freiwilligen Helfer-kreise, ohne die viele Angebote gar nicht zu realisieren wären: „Es geht um ganz konkrete Unterstützung im Alltag: Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen etwa, aber auch um Sprach-unterricht.“ Gerade bei der Sprachförderung von Asylbewerbern, ergänzt Raabe, würde es ohne die Arbeit der Helferkreise „oft düster aussehen. Hier müssen wir dringend die staatlichen Angebote mit ausgebildeten Lehrkräften ausbauen.“ Zwar habe die Bundes-regierung bereits einiges auf den Weg gebracht und die Mittel für Integrationskurse zum Spracherwerb in diesem Jahr im 40 Millionen Euro erhöht. „Aber“, so Raabe, „das reicht nicht. Der Bund muss die Kommunen hier mehr unterstützen, denn die Sprache ist der Schlüssel für eine gelungene Integration.“
Das beste Beispiel dafür sei Youssouf Hamid selber, findet Raabe. Der habe seinerzeit alles daran gesetzt, möglichst schnell die deutsche Sprache zu erlernen, um aktiv am Leben in Rodenbach teilnehmen zu können. „Youssouf ist damals in den Fußballverein eingetreten und wenig später auch in die SPD. Er ist auf die Menschen zugegangen – das war wichtig“, erinnert sich der frühere Rodenbacher Bürgermeister und heutige Bundestagsabgeordnete.
Heute gibt Hamid seine Erfahrungen weiter. Er engagiert sich als ehrenamtlicher Integrationslotse im Main-Kinzig-Kreis und ist damit inzwischen über Rodenbach hinaus im Einsatz. Oft stehe sein Telefon nicht still, berichtete er. Wenn es irgendwo ein Problem gibt, ist Youssouf Hamid, der neben Deutsch auch Französisch, Englisch und Arabisch spricht, ein gefragter Mann: „Das ist schon fast ein Full-Time-Job.“ Auch bei Problemen, eine Unterkunft zu finden, konnte Hamid schon erfolgreich vermitteln. Er arbeitet mittlerweile eng mit den Helferkreisen und Verwaltungen im ganzen Kreis, etwa in Nidderau, Bruchköbel, Niedermittlau, Neuberg, Aufenau, Wächtersbach und Erlensee, zusammen. In Hanau unterstützt er die Organisation Lampedusa. Auch die Zusammenarbeit mit den Kirchen sei sehr gut. „Uns alle eint ein Ziel: Wir wollen, dass Deutsche und Migranten gut zusammenleben“, erklärt Youssouf Hamid.

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